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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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III. Buch. I. Abtheilung.

Korngefällen Voraus haben mochten, hatte nun auch ihr Vater Hans inden Jahren 1498 und 1500 die Erffaschen Besitzungen in Sonnebornkäuflich für im Ganzen 1398'/2 Rheinische Goldgulden erstanden, undkamen diese Gefälle der Alt-Wangenheim'schen Hälfte an Sonnebornhinzu.

Das alte Schloss im Weiher zu Sonneborn, die alte Kemnate derFuldaschen Advocaten, welches 1469 Ritter Georg zu seinem Sitze er-halten hatte, worin ihm sein bis dahin in Winterstein gesessener BruderBalthasar gefolgt war, wurde nun vermöge Recesses vom Sonnabendnach Ambrosii 1499 zwischen Hans dem Jüngern und seinen VetternFriedrich und Apel dergestalt getheilt, dass von der Ecke des stei-nernen Hauses, welches Friedlich und Apel erhielt, und welches spe-cielldie Kemnothe" genannt wurde, eine steinerne Mauer nach Mittagzu auf die Brücke gezogen werden sollte, und die Behausung, welchevon dieser Mauer nach Abend lag, das Schloss genannt, ihrem VetterHans zugewiesen wurde. Auch sollte der Vorhof vor der Brücke ge-theilt werden, und der Theil, welcher die neue Mauer machte, sollte auchbefugt sein, auf diese Mauer nach seinem Gefallen zu bauen, jedoch sollteer mit solchem Keubau vier Fuss von der Kemnothe entfernt bleiben,und auch keine Dachtraufe auf des Jiachbars Theil fallen. Durch dieTheilung zwischen den Brüdern Friedrich und Apel vom Jahre 1513fiel, wie bereits erwähnt, ihr Theil an Sonneborn ganz auf Friedrich,den Stammvater des III. Viertels.

Die so in zwei Hälften getheilte alte Burg bestand nun in einemmassiven Erdgeschosse, auf welches mehrere hölzerne Stockwerke aufge-setzt waren, und scheint ausserdem bei der einzigen zu der Wasserburgführenden Brücke auch noch ein Thor und Pforthaus gestanden zu habeu.

Erasmus, Hans des Jüngern ältester Sohn, nahm seinen Wohnsitzin Sonneborn, während sein Bruder Lutz (Stammvater des IL Vier-tels) in Winterstein, und sein Bruder Friedrich , der Stammvater desI. Viertels, in seinen jüngeren Jahren wohl grösstentheils in auswärtigerBestallung abwesend war, und sonst auf dem Schlosse Wangenheimwohnte, und Friedrich der Stammvater des III. Viertels auf dem SchlosseWinterstein sass, und darum wohl weniger Gewicht auf seinen Ansitzin Sonneborn legte, was daraus hervorgeht, dass er den wahrscheinlichbaufällig gewesenen hölzernen Oberbau seiner Kemnate bis auf das unteresteinerne Haus hatte abtragen lassen, während seine Vettern Lutz undFriedrich den hölzernen Oberbau auf ihrem Theile , so weit es nöthig,erneuerten. Dies geschah zunächst von Lutz im Jahre 1543 in Veran-lassung der Verheirathung seines Sohns Wolff Veit, welchem er inSonneborn einen wohnlichen Bittersitz bereiten wollte. Friedrich derAeltere, der Stammvater des III. Viertels, war damals schon mehrere