Reichenbach mit den Wüstungen Bufferode und Berterode. 893
und das Recht aufWiesen betrugen.
15 f 1 ^ Geld-Erbzinsen,
1 Malter Korn Hager Gemäss,
0'/j Malter Korn Gothaer Gemäss,
1 Malter Hafer Hager Gemäss,
2 Fastnachtshühner
10 pro ('ent Lehnwaare von 49 Acker Land und
23. Sehönau an der Hörsei.
Bas Dorf Schön au, zum Unterschiede von dem Georgenthaler Klo-sierdorfe Sehönau vordem Walde, Sehönau an der Hörsei oder auch Sehö-nau an der Strasse genannt, liegt hart an der Grenze zwischen den Fürstenthü-mern Gotha und Eisenach, auf dem linken Ufer der Hörsei, und umfasstgegenwärtig in 36 Wohnhäusern 209 Einwohner mit einer aus 756 AckernFeld, 209 Acker Wiesen und Gärten, 196 Acker Wald und 18 AckerLaiten, im Ganzen also 1179 Acker bestehenden Feldmark, und gehörtebis zur Abtretung der G erichtsbarkeit an den Staat zu dem Wangenheim-rleich- sehen Gerichte W in terstein, mit Ausnahme von 7 Höfen und der Kirche,welche in die Utterodtschen Gerichte zu Thal und einem Gehöfte, wel-ches zur Herrschaft Farrnrode gehörte.
Die Sage, dass dieses einzige nach Farrenroda gehörige Gehöfteinst Witwensitz einer Frau von Farrenroda gewesen, welche 2 Töch-ter gehabt, deren eine an einen Herrn von Utterodt, die andere aberan einen Herrn v. Wangenheim vermählt gewesen, und welche ihrenEheherren die jetzigen Antheile an dem Dorfe Sehönau zugebracht hät-ten, ermangelt jedes nachweisbaren historischen Grundes. Während wir schonim 14. Jahrhundert Wangenheim'sche Besitzungen in Sehönau finden,kommen die Herren v. Utterodt erst mit dem Jahre 1458 durch Tauschund Kauf in den Besitz des Schlosses Scharffenberg und der dazu ge-hörigen Ortschaften, welche wir sämmtlich, mit Ausschluss von Thal undRuhla, im Jahre 1436 bereits im Besitze von Hans v. Wangenheimsehen, der dieselben mit dem Schlosse Scharfenberg von Eckard v.d. Tanne und soviel Sättelstedt betrifft, von Lutz von Farrenrodeerkauft hatte.
Sehönau als Wangenheim'scher Besitz begegnet uns aber schonfrüher. Die Brüder Friedrich Lutze Apel und Fritze von-Wan-genheim am 14. Septbr. 1381 überlassen dem Bürger Hans Göringm Eisenach fünf und einen halben Acker Wiesen vor Sehönau für12 Mark Silbers Eisenachschen Gewichts auf Wiederkauf.
Im Jahje 1416 aber verlieh Hans von Wangenheim seinem ge-wesenen Schreiber, dem Bürger Heinrich Fryse zu Eisenach, dessen
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