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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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III. Buch. I. Abtheilung.

Durch den Concurs, welcher über das Vermögen des Kriegs-RathsJohann Ernst v on Wangenheim auf dem Oberschlosse Wintersteinausbrach, und durch die Subhastation dieses Guts scheint Zweifel und Streitüber seinen vierten Theil an der Schäferei entstanden zu sein, und scheintauch die Gemeinde Kälberfeld im Anfang des vorigen Jahrhunderts mitallerhand Ansprüchen aufgetreten zu sein, welche schliesslich zur Ueber-lassung der Schäferei an die Gemeinde geführt haben.

In gleicher Weise ist auch die Wangenh eim'sche ausschliesslichSchenk- und Braugerechtigkeit im Laufe der Zeit an die Gemeinde ge-kommen , und nachdem die früheren Lassländereien am Hörselsberge insEigenthum der Kälberfelder Eingesessenen übergegangen ist, so hat mitder Ablösung der gutsherrlichen Gefälle, nachdem die Gerichtsbarkeitschon vorher an den Staat abgetreten war, jede Beziehung dieser altenBesitzung zu dem Wangenheim'schen Geschlechte aufgehört, bis aufden im Besitze des III. Viertels gebliebenen 30 Acker 26,7 Q& gros-sen Antheil am Herrenberge.

Es mag hier nicht unbemerkt bleiben, dass ein grosser Theil der alsWald aufgeführten 734 Acker der Kälberfelder Feldmark aus privativenkleinen Niederwald-Beständen besteht, welche sich am Hörselsberge hin-aufziehen, und wohl identisch mit der Gelengen Lassländerei sind, welchenach den älteren Erbregistern den Kälberfelder Bauerngütern gegen einenHaferzins eingethan waren, und dass in dem Bezirke der heutigen Käl-berfelder Flur auch der Eingang zu dem Sagenreichen Hörsels-Loche liegt,welches als die Pforte zu dem Venusberge der Thannhäuser Sage gilt.Die illustrirte Zeitung hat vor einigen Jahren, als die Wagner'sche Opervom Thannhäuser erschien, einen Grundriss der Höhle des Hörsel-lochs gebracht, in dessen sehr engem Eingange zu Anfang dieses Jahr-hunderts der Geheimerath von Thümmel, der bekannte Dichter, einstbeinahe verunglückt wäre, da er in der engen Felsenspalte sich einge-klemmt hatte, und nur durch die Hülfe seiner Begleiter mit bedeutenderBeschädigung seiner Garderobe wieder herausgezogen werden konnte.

Jägermeister Christoph von Wangenheim hatte zu Kälberfeldauch einen W einberg, neben dem Kirschberg gelegen, welchen seine SöhneHans Ludwig und Georg 1638 in ungetheilter Gemeinschaft besassen.Wann derselbe eingegangen und in wessen Hände diese Grundstücke ge-kommen, hat nicht ermittelt werden können.

Nach der Specification von 1844 besass damals noch in Kälberfeld

das I. Viertel1 w$ 21 f 1 A Schenkzins von der Gemeinde als '/s!