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III. Buch. I. Abtheilung.
eher wahrscheinlich neben den Schafställen aus einer Schäferwohnun:'bestand.
Während Friedrich der Mittlere seinen wesentlichen Wohnsitz zuSalzungen, wo er Herzoglicher Amtmann war, genommen hatte nideifrig mit der Erbauung eines neuen Schlosses zu Grossenbehringenbeschäftigt war, sass Balth as ar zu W angenheim, woselbst auch nachseinem 1571 eingetretenen Tode seine Witwe Catharina von Boden-hausen ihren Witwensitz hatte. Darum wurde dem Sohne Bernhardtwohl, als er sich verheirathete, der Sitz zu Wangenheim zu eng, undfand er sich veranlasst, auf seiner Hälfte von Hütscherode sich eirenneuen Wohnsitz zu erbauen, welchen er im Jahre 1587 auch bereits be-wohnte. Wahrscheinlich ist aber das jetzige Wohnhaus nicht mehr das ur-sprüngliche, welches wohl, wie wir schon aus der massiven Ilmfassungs-Mauer, mit welcher Bernhard seinen neuen Wohnsitz umgab, schliessenmüssen, ein steinernes Haus gewesen sein wird, und in den Verheerungendes 30jährigen Kriegs ohne Zweifel stark beschädigt, darauf am Schlüssedes 17. oder Anfange des 18. Jahrhunderts durch das jetzige grosse, aberin Fachwerk erbaute Herrenhaus ersetzt worden ist, wogegen das con-servirte massive Erdgeschoss des älteren Wohnhauses aller Wahrschein-lichkeit nach zu wirtschaftlichen Zwecken, Schmiede, Backhaus u. «. wverwendet zu sein scheint. Wenn dieses richtig sein sollte, so würdedas alte Wohnhaus nördlich neben dem jetzigen gelegen haben, wo gegen-wärtig der vom jetzigen Besitzer erbaute und durch einen Zwischenbaumit dem Wohnhause verbundene Flügel sich befindet. In wie fern dieseAnsicht richtig oder fehlsam ist, lassen wir dahin gestellt sein, da denBau betreffende Aktenstücke uns nicht zugänglich gewesen sind.
Bernhards Sohn Friedrich hatte seinen festen Wohnsitz zuHütscherode, und er begründete den von seinem Vater bereits einge-richteten Haus-Gottesdienst in einem dazu hergestellten Betsaale dadurchdefinitiv, dass er vermöge der Landesherrlich bestätigten Stiftungs-Urkundevom 1. May 1622 ein Capital von 500 Mtl., welche zn 6 pro Cent be-legt wurden, aussetzte, für dessen Zinsen dem Pfarrer zu Wolfsbeh-ringen alle gottesdienstlichen Verrichtungen in Hütscherode aufgetra-gen wurden, welcher dagegen aber auch sonn- und festtäglich mit einemReitpferde nach Hütscherode abgeholt und nach dem Gottesdienste be-köstigt werden musste, wofür, wenn wir nicht irren, in neuerer Zeit einefixe jährliche Geldentschädigung eingetreten ist.
Friedrich, Bernhards Sohn, zu Hütscherode und sein zuScherbda wohnender älterer Bruder Johann erlebten das Aussterbendes Mannesstammes Friedrich des Mittleren im Jahre 1633, und ver-einigten also neben dem Schlossgute zu Grossenbeh ringen auch denSchafhof des ausgestorbenen Zweigs zu Hütscherode mit ihren dortigen