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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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Hochheim mit der Wüstung Hanenthai.

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9. Hochheim mit der Wüstung Hauenthal.

Das Kirch- und Pfarrdorf Hoch heim, eine halbe Stunde östlich vonWangenheim gelegen, machte von jeher einen integrirenden Theil derHerrschaft Wangenheim aus, und befand sich von Altersher im Besitzebeider Stamme des Geschlechts, welche die geistlichen wie die weltlichenLehne dort in Gemeinschaft besassen , wovon gegenwärtig das zwischenden olim Wangenheim'schen Gütern au Wangenheim und dem Winter-steiner Stamme des Geschlechts noch immer gemeinschaftliche Patronatüber Kirche, Pfarre und Schule jetzt das einzige Ueberbleibsel ist.

Hochheim scheint von den Herren von Wangenheim hauptsäch-lich zur Ausstattung der Burgmänner des Schlosses Wangenheim mitKitterlehnen benutzt zu sein, und linden wir frühzeitig das rittermässigeGeschlecht, welches sich von Hochheim nannte, auch unter den Burg-männern zu Wangenheim, aber auch von dem wüst gewordenen DorfeHauenthal, dessen Flur mit der Hochheimer vereinigt ist, nannte sichein Ministerialen-Geschlecht, welches wir hauptsächlich im Dienstgefolgeder Herren vonSalza finden, denen sich auch Mitglieder der Familie v.Hochheim angeschlossen haben mögen, da sie sich im Besitz von Lehn-gütern in Salza befanden. In Hochheim selbst scheint die FamilieHochheini, aus welcher uns zuerst 1219 Eckehardus de Hochheimals Zeuge begegnet, nach unseren Urkunden nicht lange begütert gewesenzu sein, da uns dort im 14. und 15. Jahrhundert lauter Vasallen mit an-deren tarnen begegnen, namentlich die Striger, die Marschalk, dieSnocze, die Knobl auch, die v Archfeld und Vornowe oderWer-nouwe. Möglicher Weise sind jedoch namentlich die Knoblauch, welche4 Hufen Land in Hochheim zu llitterlehn hatten, eines Geschlechts mitdenen von Hochheini, welche ihr Burgmannslehn in Wangenheimhatten, und sich dort vom Orte ihrer Herkunft von Hochheim nannten,während ihre Stammsvettern in Hoch he im zum Unterschied anderer dortangesessener Geschlechter einen Spitznamen zum Familiennamen erhielten.1349 erscheint Gyseler von Hochheini unter den Wangenheim'schenMannen, und 1382 Apel von Hochheim, welcher mit Genehmigungseiner Lehnherren, der Herren von Wangenheim, und Einwilligungseiner beiden Söhne Fritz und Apel sein Burgmannsgut in Wangen-heim, aus einem Siedelhof mit 3>/4 Hufe Landes und 30 Acker Holz inder Schnepfenhart bestehend, dem Katharinen-Kloster in Eisenach imJahre 1384 überliess. Fritz von Hochheim, wahrscheinlich der eben-genannte Sohn, besass ein Lehngut zu Brühe im, welches in den Fulda-schen Lehnbriefen des Stammes Wangenheim fortwährend aufgeführtwird. Noch einige ältere Mitglieder der Familie von Hochheim nenntBrückner im Gothaischen Kirchen- und Schulstaat III. Heft 3, p. 75.