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III. Buch. I. Abtheilung.
8. Hesswinkel.
Hesswinkel ist ein nach Grosse nbeh ringen eingeplantes Ritter-gut, welches als Vorwerk von Hü tscherod e aus bewirtschaftet wird,und jetzt circa 427 Acker Feldland und 78 Acker Wiesen umfasst. Derfür die gesammten Wangenheiui'schen Forsten am Haynich, sowohl denprivativ zu Hütscherode gehörigen als den gesammtschaftlichen des I.und II. Viertels Waldungen, angestellte Förster hat jetzt hier seinenWohnsitz.
Ob unser Hesswinkel unter dem Hizwinkele zu verstehen sei,wo die Herren Folradus und Hertagus v. Kirchberg 114(5dem Peters-Stifte zu Erfurt 3 mansos schenkten, mochte mehr alszweifelhaft sein, dagegen wird Hesswinkel in dem Lehnbriefe vomDonnerstage vor Margarethentag 1325 (Xr. 78 der I. Sammlung)ausdrücklich als ein Hof bezeichnet, welchen die Brüder Apel undFriedrich v. Wangenheim von denen v. Treffurt erworbenhaben und vom Landgrafen Friedrich zu Lehn empfangen. Beider Vertheilung der Stammgüter Hans des Aelteren unter seine En-kel fiel Hesswinkel aus der Erbschaft seines Sonnes Balthasarauf seinen Enkel Hans den Jüngern und machte einen Theil seinesvierten Theils an Winterstein und den Behringer Gütern aus.
Hans des Jüngeren Söhne Lutz und Friedrich der Aelteretheilten nun sowohl das Gehöfte zu Hess winkel als die sämmtli-chen dazu gehörigen Ländereien im Wiegenthaie, am Wartenbergeund am Strutberge in zwei gleiche Hälften (Kr.. 393 der II. Samml.),so dass die Breiten beider Theile in jedem Felde immer abwechsel-ten, und der Zugang zum Brunnen beiden Theilen gemeinschaftlichverblieb. Diese Theilung geschah 1548 und Friedrich der Aelterelegte seinem Theile nun auch noch die von denen v. S p i t z n a s acquirirtenLändereien am Seborberge hinzu, wodurch der Besitz des I. Viertelsbedeutend grösser als der des IL wurde. Friedrich des AelterenEnkel Friedrich Jobst zu Wangenheim und Hans Reinhardtzu Sonneborn theilten nun anscheinend ihre Hälfte von Hess win-kel und ihre Besitzungen am Seberberge wieder in zwei Theile, sodass jeder der beiden Brüder V4 des Hofes zu Hess winkel unddazu 0 Hufen Land sammt zugehörigen Wiesen besass. Der aufHans Reinhardt zu Sonneborn gefallene Antheil scheint nunschon früher von diesem an seinen Vetter Kraft Friedrich vomIL V T iertel, w-elcher aus der Theilung der väterlichen Erbschaft dieHälfte von Hesswinkel und den Rothen Hof zu Wangenheimerhalten, und seinen Wohnsitz zu Hess winkel aufgeschlagen hatte,vertauscht zu sein, vielleicht gegen dessen Theile an den 1548 noch