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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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III. Buch. I. Abtheilung.

Langenhain undCabarz allmälig acquirirt hatten, sowie das von Chri-stoph v. Wangenheim acquirirte Sonderlehn des Nonnenbergs, so-weit dasselbe seinem Sohne Hans Ludwig zugefallen war, zu einemeigenen Gute, für welches in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ent-weder schon von Christoph v. Wangenheim (starb 1638) oder wahr-scheinlicher von seinem Sohne dem Herzoglichen Oberforst- und Jäger-meister Hans Ludwig (starb 1684) ein eigenes dreistöckiges Wohnhauserbaut und daneben ein geräumiger Garten angelegt wurde. Da HansLudwig in seiner Theilung mit seinem Bruder Georg die Kemnotte inSonneborn erhalten hatte, welche durch die Drangsale des 30jährigenKriegs wüste und unbewohnbar war, er aber als Oberjägermeister auf demSchlosse Tenneberg seinen dienstlichen Wohnsitz hatte, und stets mitVorliebe an Winterstein und an dem Walde hing, so ist die Erbauungdes Wohnhauses in Fischbach wohl unstreitig sein Werk, wie er dennauch die Lostrennung des Dorfs vom Parochial-Verbände mit Winter-stein und Schwarzhausen und die im Jahre 1650 ausgeführte Erbau-ung einer eigenen Kirche in Fischbach, welche als Filial der neuer-richteten Pfarre zuCabarz beigelegt wurde, betrieben hat. Er nahm inseinen letzten Lebensjahren Fischbach zu seinem wesentlichen Wohnsitz,starb daselbst am 9. Januar 1684 und wurde am 6. Februar zu Nord-hofen begraben, in der Fischbacher Kirche ihm aber ein Monumenterrichtet.

Bei der Erbtheilung unter seinen Söhnen wurde das Gut Fischbachdem Hauptmann Hans Bernhardt zu Theil, und bestand das Gut da-mals aus: 194 Ackern 16 DR- Ackerland, wovon 136 Acker in Langen.hainer, 21 Acker 60 DR. in Cabarzeer, 18 Acker in Fischbacher Flurund 19 Acker 116 DR. am Nonnenberge lagen; ferner 72 Acker Wiesen,wovon 19'/2 in Fischbacher Flur, 9 Acker zu Winterstein und 43'/jAcker in Langenhainer Flur lagen, circa 5 Acker Baum- und Gemüse-Garten beim Hause, welches, 3 Stockwerk hoch, im guten Stande war,und neben welchem auf dem Hofe 2 Scheunen, 1 Schoppen, 2 Pferde-ställe, 1 Ochsenstall, 2 Kuhställe, Schweineställe, Brauhaus und Brennhausstanden. In Langenhayn stand ein Schafstall für die zu diesem Gutegeschlagene Schäferei zu Langenhayn, welche auf 500 Häupter aus-schliesslich berechtigt war. Von den gemeinschaftlichen Waldungen war,ausser dem Hans Bernhardten zukommenden Antheil an den Winter-steiner und Sondraer Revieren, die Hälfte des Nonnenbergs zum GuteFischbach geschlagen, welches, ausser diesen Antheilen am Nonnen-berge und den in Wintersteiner und Sonneborner Flur liegenden altWangenheim'schen Lehnstücken, aus freiem Allodio bestand, und ausangekauften Bauerländereien zusammengesetzt war, dennoch aber als einRittergut betrachtet wurde, dessen Inhaber davon zu Landtag berufen wurde.