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II. Buch. Zweiter Abschnitt.
XIX. Ge-ntration.
an, und das war die Hauptveranlassung, dass er und seine Brüder mitden Georgenthaler Vettern den gemeinschaftlichen Besitz, wie früher dieVäter, bis zu seinem Ableben fortsetzten. Nachdem er im Juni 1852 imgrossen Freundes-Kreise zu Hildburghausen sein 50jähriges militairi-sches Jubiläum gefeiert hatte, hielt er im folgenden Monate noch in Son-neborn eine Zusammenkunft mit seinen sämmtlichen noch lebenden Ge-schwistern, und hier überfiel ihn im Vaterhause eine schwere Leber- undNieren-Krankheit, welche am 27. August 1852 seinem Leben in noch nichtvollendetem 64. Lebensjahre ein Ziel setzte.
Sein wechselvoller Lebenslauf bietet viele interessante Momente, undist es zu bedauern, dass sich nur über einige wenige Episoden schrift-liche Aufzeichnungen von ihm erhalten haben, da vollständige Memoirenvon ihm, der ein ausgezeichnetes Darstellungs-Talent in Schrift und Zeich-nung besass, sehr werthvoll sein würden.
Seine Nachkommen bilden die I. Subdivision dieses Zweigs.
465. Friedrich August Moritz Constantin,
geboren zu Adelsborn am 26. Februar 1794, ist der zweite den Vaterüberlebende Sohn des Friedrich August Wilhelm. Er trat 1808 alsPage in die Herzoglich Sachsen-Gothaschen Dienste, wurde 1811 zumLieutenant befördert, durch ein auf dem Marsche nach Russland zu Til-sit ausgefochtenes Säbel-Duell erhielt er eine schwere Wunde im Ober-schenkel, welche ihn am Weitermarsche, vielleicht zu seinem Glücke, hin-derte und nach Königsberg ins Hospital führte. Aus diesem im Januar1813 als Reconvalescent nach Gotha zurückgekehrt, wurde er bei Reor-ganisation des Gothaschen Contingents noch nicht 20 Jahre alt zum Ca-pitain befördert, ging im Frühjahre 1813 zur Besatzung von Magdeburgab, von wo das Gothasche Contingent im Herbste 1813, nachdem eingrosser Theil desselben schon in dem Treffen am Hagelsberge zu denAlliirten übergegangen war, in die Heimath entlassen. Hier wurde nun,nach der Leipziger Schlacht und dem Rückzuge der Franzosen, von Neuemein Linien-Bataillon gebildet, mit welchem er 1814 und 1815 an den Cam-pagnen in den Niederlanden theilnahm. Nun folgte eine lange ungestörteFriedens-Periode, während welcher unser Constantin 1826 mit dem Gotha-schen Truppentheile dem Coburger Contingente einverleibt wurde. Im Jahre1842 wurde er von Gotha als Major nach Coburg versetzt, nahm alssolcher 1849 seinen Abschied, und lebt nun seitdem als pensionirter S.-Coburg-Gothaischer Major a. D. zu Coburg.
Im Jahre 1818 hatte er sich auf dem Gute Landstreit mit Fräu-lein Louise von Gockel, der zweiten Tochter des weiland Consistorial-Präsidenten v. Gockel zu Eisenach und seiner Gemahlin geborenen v.Feilitsch, vermählt, welche er am 28. März 1831 durch den Tod verlor,