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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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773
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Stamm Winterstein. III. Viertel. II. Branche. III. Zweig. 773

sein erstes Kriegsjahr, wo das Regiment der Herzöge zu Sachsen nach Bt ?*"Tvrol marschieren musste, und hier hekanntlich zum grossen Theil sei-nen Untergang fand. Hier am Brenner, wo der Lieutenant von Wan-genheim in der nachher sogenannten Sachsenfalle mit freiwillig vorge-tretener Mannschaft über die brennende Eisack-Brücke gegen die TyrolerSchützen vordrang, wurde er verwundet und gerieth in die Gefangenschaftder Tyroler Landesvertheidiger, aus welcher er erst zu Ende des Jahresbefreit wurde. Das Jahr 1810 ging über die Completirung des Regimentshin, wobei er zum Hauptmann befördert wurde, und seine Compagnie imfolgenden Jahre, als die Keserve-Armee für den Russischen Feldzug ge-sammelt wurde, im Winter von 1811 auf 1812 nach der Ostsee-Küsteaufbrach. In der Schlacht von Wilna fiel er wieder schwer verwundetin Russische Gefangenschaft, aus welcher er erst im Februar 1814 zurück-kehrte, und nun zum Major ernannt, das Coburgsche Bataillon in den Feld-zügen von 1814 und 1815 führte. Nach Coburg zurückgekehrt hatte er,unmittelbar vor dem Ausmarsch im Frühjahre 1815, sich mit Frl. Dorettevon Seefried vermählt, welche ihm am 4. April 1816 einen Sohnschenkte, welcher der Mutter das Leben kostete. Im Jahre 1819 schritter zum zweiten Male zur Ehe mit Frl. Victoire von Mey ern-Hoh en-berg, der Tochter des Hofmarschalls von Meyern-Hohenberg zu Co-burg und dessen Gemahlin geborene von Imhoff, und auch aus dieserEhe wurde ihm ein zweiter Sohn am 2. März 1823 geboren.

Durch die Theilung der Gotha-Altenburgschen Erbschaft im Jahre 1826fügte es sich, dass Georg Carl Wilhelm nun als Oberstlieutenant aus denCoburgschenDiensten in die des Herzogs Bernhard von Sachsen-Meiningenübertrat, und seinen Wohnsitz in Hildburghausen erhielt, wo ihm nebenseiner militairischen Charge als Oberst und Stadt-Commandant zeitweiseauch die Direction über den Chaussee- und Strassenbau übertragen war,und er ausserdem in seiner Eigenschaft als Kammerherr und Schlosshaupt-mann die Aufsicht über das HezoglioheResidenzschloss in Hildburghau-sen führte.

Nachdem er am 5. April 1837 auch seine zweite Gemahlin durch denTod verloren hatte, blieb er im Witwerstand und wartete hauptsächlichseiner ihm lieb gewordenen Schlosshauptmannschaft, daneben mit grosserVorliebe sich als trefflicher Schütze dem Waidwerk hingebend und seineBlumen pflegend. Er war ein von Gottes Hand mit reichen Gaben desGeistes und des Herzens beschenkter Mensch, welcher nur einen Feindim Leben hatte, und das war seine grosse unbezähmte Leidenschaftlich-keit, welche ihm vielen Kummer und Missgeschick bereitete, und welcheauch das heranrückende Alter nicht zu bezwingen im Staude war. SeinenGeschwistern, unter welchen die Schwester Katalie ihm besonders nahestand, hing er ebenso wie der Sonneborner Heimath mit grosser Liebe

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