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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Zweiter Abschnitt.

XIX. Ge-neration.

2. Ehe:467. Friedrich Hermann Albert, geb. den 31. März 1807 zu Son-neborn.

464. Georg Carl Wilhelm,

geboren den 28. September 1788 , war der älteste unter den den Vaterüberlebenden Söhnen des Oberforstmeisters Friedrich August Wil-helm. Er trat 1802 mit 14 Jahren als Cadet in das 6. Chur-Hannover-sche Dragoner-Regiment und wurde noch in demselben Jahre zum Corneternannt. Nach der Auflösung der Hannoverschen Armee im Sommer 1803,welche mit der TJebersiedelung des Vaters von Wollershausen nachSonneborn ziemlich zusammenfiel, hatte die Königin Louise von Preus-sen, welche dem ehemaligen Ordonnanz-Offizier ihres Vaters in Hanno-ver wohlwollte und sich bei einer zufälligen Begegnung mit demselbenin Magdeburg nach seiner Familie freundlich erkundigte, die Gnadedem Vater für den dienstlosen Cornet, welcher nur auf Geld vom Vaterwartete, um mit seinen Kameraden nach England zu gehen, ein Patent alsCornet im Kgl. Preuss. Begimente Königin-Leib-Carabinier zu verschaffen,und so erfolgte ohne sein Vorwissen sein Uebertritt in dieses PreussischeCuirassier-Begiment, welches damals in Bathenow, Genthin und Neu-haldensleben garnisonirte, und fand der noch nicht 16jährige Corneteine freundliche Aufnahme unter den neuen Kameraden. 1806 am 14.October focht er mit seinem Regimente unglücklich aber mit Ehren beiAuerstedt, und gerieth mit seinem zusammengehaltenen schwachen Zugeauf dem traurigen Bückzuge zu dem Cavallerie-Corps, mit welchem derGeneral Fürst Hohenlohe nach Pommern zog, aber welches derselbedurch die schmähliche Capitulation von Pasewalk der Französischen Ge-fangenschaft überlieferte. Der Cornet v. Wangenheim, welcher nochzwei Tage vor der Capitulation Gelegenheit gehabt hatte bei Zehdenikan einer kühnen Waffenthat theilzunehmen , und einen französischen Offi-zier zum Gefangenen zu machen, kehrte nun als Gefangener auf Ehren-wort bis zur Auswechselung nach Sonneborn ins Vaterhaus zurück.Aus der 1807 über das Benehmen der Preussischen Offiziere im Feld-zuge von 1806 niedergesetzten Untersuchungs-Commission wurde ihm dasZeugnis» der Bechtfertigung zu Theil, aber zugleich führte auch die Ke-duction der Preussischen Armee und die Stiftung des Bheinbundes dieBeendigung seines Preussischen Dienstes herbei, und während er als Preus-sischer Cornet verabschiedet wurde, riskirte der noch nicht 19jährige Jüng-ling in Gotha als conscriptionspflichtig eingestellt zu werden, und ermusste es daher'für ein günstiges Geschick betrachten, dass er im Jahre1808 mit mehreren anderen in gleicher Lage befindlichen Preussischen Of-fizieren von Seiten des Herzogs von Sachscn-Coburg-Salfeld Anstellung alsLieutenant in dessen Bheinbunds-Contingent fand. Hier war nun 1809