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II. Buch. Zweiter Abschnitt.
xvpi.Ge- „und das ganze Königliche Haus" zum Commandeur des Guelphen-Ordensernannt. Dem fügte König Friedrich Wilhelm III. unterm 17. Jan. 1816 daseiserne Kreuz zweiter Classe am weissen Bande „zum Anerkenntniss seinerVerdienstlichkeit," wie das Königliche Handschreiben sagt, hinzu, und derEmpfänger dieser Auszeichnungen fühlte sich glücklich in diesen Beloh-nungen seiner Treue und in den Beweisen des gnädigen Wohlwollenswelche er bei einem im Sommer 1815 mit seiner Gemahlin gemachtenlängeren Aufenthalt in England, wozu die Vermählung des Herzogs v.Cumberland die Veranlassung gab, von allen Mitgliedern der Königli-chen Familie erhielt. Die Reorganisation des Hannoverschen Hof-Staatswar das unausgesetzte Ziel seiner Bestrebungen, und er hatte dasselbemit vieler Energie und Thatkraft verfolgt und erreicht, als ihm unterm12. Juli 1816 die Ernennung zum Hofmarschall zu Theil, zugleich abereröffnet wurde, dass der bis dahin als Landdrost dem Fürstenthume Ost-friesland vorgesetzt gewesene Graf Carl von Hardenberg ihm alsOberhofmarschall vorgesetzt sei. Durch diese Einschiebung eines neuenChefs in das Oberhofmarschalls-Departement, welches er bis dahin alleinverwaltet hatte, fand er sich tief gekränkt und war entschlossen, seineDimission zu nehmen, wovon ihn nur die ausdrücklichen Bitten der Kö-niglichen Brüder, der Herzöge von Yorck, von Clarence und Cam-bridge zurückhielten, welche ihn darüber beruhigten, dass der Prinz-Regent irgendwie durch die Ernennung des Grafen Hardenberg ihnhabe zurücksetzen wollen, und diese Ernennung mit der für Graf Mün-ster eingetretenen Verlegenheit, den Grafen Hardenberg zu placiren,entschuldigten. Wangenheim blieb, das Verhältniss zu Graf Münsterwar aber dadurch und eine sich daran knüpfende Correspondenz getrübt,und blieb dies längere Jahre, bis nach Graf Münsters Abgang in münd-licher Erörterung beide Ehrenmänner sich wieder fanden, und bis zu GrafMünsters Tode eng verbundene Freunde blieben.
Dass der Prinz-Regent wirklich in seinem Wohlwollen gegen seinenHofmarschall nicht nachliess, zeigte auch die Mission nach Stuttgart,welche ihm in diesem Jahre aufgetragen wurde, um König Wilhelm zuseiner Thronbesteigung zu gratuliren, bei welcher Gelegenheit der Zufalles wollte, dass Wangenheim das sehr schöne und reiche silberne Ta-fel-Service des Königs Jeröme, welches in Esslingen zur Versteige-rung kam, für sich erstand, und die Genugthuung hatte, von diesen sil-bernen Tellern nun als von seinem Eigenthume speisen zu können, wäh-rend er es verschmäht hatte, sie auf des Usurpators Tafel zu sehen. DiesesService war ein Hochzeits - Geschenk des Kaisers Napoleon an sei-nen Bruder, und wurde nach dem Tode der Gräfin Wangenheim vonihrem Universal-Erben, dem Regierungs-Rath von der Decken, Sr. Ma-jestät dem König Georg V. überlassen, welcher dasselbe seiner Ge-