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II. Buch. Zweiter Abschnitt.
xvi. Ge- deuj Ausbruche des formellen Concurses der Prinzlichen Chatull-Casse znr
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»Sequestration hatte überlassen müssen, und zuletzt auf wenig Alimente undeine Mietwohnung in seinem eigenen, dem Pächter der Chatull-Casse mitüberlassenen Wolmhause beschränkt war, wo er dann am 17. Decbr. 1749nach langer schmerzhafter Krankheit verschied und in der Kirche zu Fisch-bach neben seinen Eltern begraben wurde.
Wenn nun auch die Verwicklungen seiner Vermögens-Verhältnissezum Theil auf ihn vererbt waren, so scheint Hans Ludwig doch beimgänzlichen Verfall seines Vermögens nicht ohne grosse eigene Schuld ge-wesen zu sein. Sein Vormund hat anscheinend für seine Erziehung mög-lichst Sorge getragen, und brachte ihn deshalb auf das Pädagogium nachHalle, und als er sich darauf der Forst-Carriere widmete, wurde erschon 1720 mit einer Forstmeister-Stelle im Meiningenschen Überlande be-dacht, und avancirte in jungen Jahren zum Oberfbrstmeister in Sachsen-Meiningensehen Diensten ; aber Unverträglichkeit und Hang zur Verschwen-dung scheinen ihn immer von Neuem in peeuniäre Verlegenheiten gebrachtund schliesslich auch seine Dimission herbeigeführt zu haben. Er warnie verheirathet und starb in förmlicher Armuth. Seine Lehnsfolger,Hartman n Ludwigs ihn überlebende Söhne, und wie sie über seineLehns-Erbschaft verfügten, haben wir schon erwähnt. Die im Gute Fisch-bach zusammengefassten Allodial-Grundstücke wurden im Wege der Sub-hastation vereinzelt, und gingen, soviel das Gutsgehöfte in Fischbach,die Schäferei zu Langen ha in und die Grundstücke in Fischbacher,Langenhainer und Cabartzer Flur betrifft, in die Hände bäuerlicher Besi-tzer über.
Von des Über-Jägermeisters Hans Ludwig Nachkommen in dieserGeneration wenden wir uns nun zu den Enkeln des OberjägermeistersGeorg, und haben, da der zweite Sohn Christoph Adolphs, welchendie Gleichensteinschen Stammtafeln FViedrich Nicol nennen, und Jo-hann Sittichs Sohn Martin Reinhard beide vor ihren Vätern junggestorben waren, uns hier nur noch mit Christoph Adolphs ältestemSohne
255. Friedrich Wilhelmzu beschäftigen.
Derselbe war nach den Angaben in der am 13. Juli 174o zu Kö-nigsberg in der Gesellschaft für deutsche Beredsamkeit gehaltenen Trauer-Rede am 16. Decbr. 1686 zu Berlin geboren, und müssen wir anneh-men, dass, da die Eltern seit 1679 verheirathet waren, ihm bereits andereGeschwister voraufgegangen sind, von denen wir jedoch keine Kunde ha-ben erlangen können. Da der Vater am Hofe des damaligen Churfürsten,nachherigen ersten Königs von Preussen Friedrich I. in grossen Gna-den stand, so wurde auch der Sohn für eine gleiche Laufbahn am Prelis-