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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
Entstehung
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707
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Stamm Winterstein. III. Viertel. I. Branche.

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«isrhen Hofe bestimmt, und nachdem er in Frankfurt an der Oder studirt, XVI - Ge -

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darauf zur Ausbildung als Cavalier eine Rundreise zu verschiedenen deut-schen Höfen gemacht hatte, wurde er vom König Friedrich I. in sei-nem 20. Lebensjahre 1706 zum Kammerjunker mit 800 *$ Gehalt (nachFörster) und bald darauf auch zum Hauptmann in der Garde ernannt,was wohl voraussetzt, dass er auch vorher schon als Fähndrich und Lieute-nant gedient hatte. Die Niederlande waren damals im Spanischen Erb-t'olgekriege die grosse Kriegsschule und Fri edr ich Wilhelm begab sichdorthin, um als Volontair das Kriegs-Handwerk unter Feldherren, wiePrinz Eugen und Marlborough, weiter zu erlernen, er nahm hier inden Jahren 1707 bis 1709 an allen blutigen Schlachten, namentlich aberauch an der Eroberung von Donay 1709 thätigen Antheil, und wurdedafür bei seiner Rückkehr von Friedrich I. mit dem Orden de la gene-rosite belohnt. In diesem Jahre starb nun auch Christoph Adolph,und der Sohn, welcher bis dahin der Königlichen Gunst genossen, glaubteanscheinend beim Thronfolger, dem damaligen Kronprinzen FriedrichWilhelm, eine gleiche Gunst nicht voraussetzen zu dürfen. Dies ver-anlasste ihn beim Tode des Königs Friedrich I. den Preussischen Dienstzu verlassen, und 1713 sich nach Dresden an den Königlich PolnischenHof zu begeben, wo er denn auch alsbald als Hauptmann im Leibregi-mente der Königin von Polen, welches zu Elbing garnisonirte, angestelltwurde. Er avancirte in diesem Regimente weiter und wurde 1733 alsOberst zum Chef des Regiments ernannt, daneben war er aber auch währendder fortwährenden Russisch-Polnischen Kriege, nachdem er im Jahre 1717unter General von Böse sich in der Schlacht von Kowalewo ausge-zeichnet hatte, im Hauptquartiere als General-Adjutant angestellt. BeimAusbruche des von Russland und Oestreich im Jahre 173(3 gegen dieTürkei unternommenen Kriegs war er Commandant der Festung Kaini-niec, und als 1737 zwischen den Russischen, Oestreichschen und Türki-schen Bevollmächtigten zu Nimirow Präliminar-Verhandlungen für denFrieden eröffnet wurden, war ihm der militairische Schutz dieses Ortsübertragen. Auch später, nachdem er zu seinem Regimente nach Elbingzurückgekehrt war, wurde er unter der Regierung Königs August III.von Polen zu vielen Geschäften benutzt, und war in solchen 1742 nachLemberg geschickt, wo er am Ende des Jahres schwer erkrankte, undim Vorgefühle seines Todes die Rückreise nach Elbing in Begleitungseines ältesten Sohnes antrat. Er erreichte Elbing aber nicht, sondernstarb am 11. May 1743 unterwegs zu Wengrow, 10 Meilen von War-schau. Cm seine vom Vater antichretisch verpfändeten WintersteinerBesitzungen scheint er sich wenig bekümmert z» haben, jedoch versäumteer seine vasallitischen Pflichten nicht, und war alle Zeit durch einen Be-vollmächtigten beim Lehnhofe zu Gotha vertreten. Dagegen wird er als

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