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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Zweiter Abschnitt.

xiv. Ge- Vermuthune', dass auch die Verse auf dem Wintersteiner Hunde-Denkmalfür Stutzel aus seiner Feder geflossen sind.

Nach dem Jahre 1650 scheint Hans Ludwig seine Dienstwohnungals Oberforst- und Jägermeister nicht mehr auf dem Schlosse Tenneberg,sondern in der unmittelbaren Umgebung des Herzogs zu Gotha auf demFriedenstein gehabt zu haben, wie wir aus den Notizen im Nordhofe-ner Kirchenbuche über den Tod einiger seiner Kinder und seiner erstenGemahlin schliessen müssen, aber das hinderte ihn nicht, in längeren oderkürzeren Perioden des Jahres mit seiner Familie in Fischbach oder Son-neborn, nachdem dieses zwischen 1653 und 1664 von ihm neu erbautwar, sich aufzuhalten.

Von seinen in seiner ersten Ehe erzeugten 8 Söhnen und 3 Töchternwaren dem Vater 5 Söhne und zwei Töchter im Tode vorangegangen, undam 6. Januar 1666 starb auch auf dem Schlosse Frieden stein im 31.Jahre ihrer glücklichen Ehe seine Gemahlin Catharina Sybille vonBeltzig und wurde auf dem Gottes-Acker zu Nordhofen neben ihrendort beigelegten Kindern beerdigt.

Nach ihrem Tode scheint sich Hans Ludwig immer mehr aufseinihm besonders liebes Gut zu Fischbach zurückgezogen, später auch,wahrscheinlich mit dem Tode Herzog Ernst des Frommen, seine dienst-lichen Funktionen als Oberforst- und Jägermeister gänzlich niedergelegtzu haben. In seinen eigenen Angelegenheiten finden wir ihn aber nochfortwährend äusserst thätig, und von 1678 an bis zu seinem Tode hatteer auch das Seniorat des "Winterstein'schen Stammes zu verwalten. Daseine Kinder sämmtlich in der Fremde, stand der Greis sehr einsam, undwar er daher 1676 in seinem 75. Lebensjahre noch einmal zur Ehe ge-schritten, und hatte in dem bereits bejahrten Fräulein Amalia Reginavon Hopfgarten, Tochter des bereits 1642 verstorbenen Hans Ernstvon Hopfgarten auf Mülverstedt und der Amalia Maria gebornenvon Utterodt, eine Lebensgefährtin gefunden, welche sich der Pflegedes Greises zu widmen bereit war. Er sicherte ihr ein auskömmlichesWitthum und kaufte zu ihrem Witwensitze das dem Gerichtshalter Pre-ger bis dahin gehörig gewesene Haus in der Kirchgasse zu Sonneborn(das jetzige Kauffmannsche Haus).

Am 9. Januar 1684 beschloss Hans Ludwig im beinah vollendeten83. Lebensjahre seine vielbewegte irdische Laufbahn und wurde am 5,Februar 1684 auf dem Gottesacker zu Nordhofen neben seiner erstenGemahlin bestattet, und am 21. October 1692 folgte ihm nach 8jährigMWitwenstande auch seine zweite ebengenannte Gemahlin.