Stamm Winterstein. III. Viertel. I. Linie.
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zue seinem gericht anheimb gehoben werden, zuemahlen mir viel XIV - Ge "
... neration.
lieber das mir als Dir lieber Bruder vnrecht gesehen soll. Es Jam-mert mich nur, das Wir von Jugendt auf in reiner, vfrichtiger, be-stendiger brüderlichen liebe vnd treuwe mit einander gelebt, vndnun in Vnserm von dem lieben gott hohen verliehenen allter, da allestunde der Tot vor vnsern äugen, nun erst in wiederwillen sein sol-len. Ich bin in meinem hertzen versichert (ob es gleich nicht er-kant wird) das in Deinem abwessen, Ich dir alle aufrichtige brüder-liche liebe vnd treuw erwiesen, alle Deine sachen vnd streittigkeitenzue gutter ruhe vnd vergleich durch des lieben Gottes beyhülffe ge-bracht, auch noch bis dato in unterschiedenen Dingen noch thue, da-von Deine Kinder nicht viel wissen vnd die Leutte sich scheuen hin-untter zu gehen. Ich weiss wohl, das wir nun einander in diesservergengklichkeit nicht mehr sehn werden, aber in jenem Leben, daalle hertzen werden offenbahr sein, werden wir sehen, wie wir ein-ander gemeint, wiell hirmit gutt nacht sagen , vnd verbleibe dochnoch bies in meine Sterbliche grübe
Dein treuwer Bruder vnd GevatterAn meinen Bruder H. L. V. Wangenheimb
George v. W. itzo zue Sonneborn am 4. Martii ao. 67*8.
Es geht auch aus diesem Briefe hervor, dass er weniger seinen Bru-der, als dessen Schwiegersohn Adam Georg auf dem Schieferschloss zuSonneborn (auf welchen sich das: „vnd die Leutte sich scheuen hin-antter zu gehen" beziehen dürfte) für den Urheber der Misshelligkeit an-sah, und scheint dieser auch hauptsächlich seinen Schwager ChristophAdolph zur Fortsetzung des ärgerlichen Processes angespornt zu haben,was Hans Ludwig in seinen auf diesen Process bezüglichen Notizenzum Oeftern andeutet; sein stattlicher Neubau in Sonneborn mag denNeid seiner Nichte Anna Agnese, als sie von Hannover in das alteSchieferschloss eingezogen war, angeregt und sie auf den Gedanken ge-bracht haben, dass der Oheim ihren Vater übervortheilt habe.
Hans Ludwig stand mit seinem Landes- und Dienstherrn HerzogErnst dem Frommen stets im nahen Verkehr, und schon dieses ist unsdie beste Bürgschaft für die Integrität seines Charakters; denn nur die-ser, nicht aber seine Person konnte ihn beim Herzog angenehm machen;wenn auch die Verse, welche die Gotha Diplomatica im iL Theile, p.223 und als aus Hans Ludwigs Feder geflossen aufbewahrt hat, undin welchen er am 17. August K34Ü die Einweihung des vom Herzoge aufdem Inselsberge errichteten Lusthauses feiert, nicht gerade von grosserdichterischer Begabung zeugen, so begründen sie bei uns doch stark die