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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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Stamm Winterstein. III. Viertel. I. Linie.

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beiden Orten zu taxirenden Ländereien zu Gute gerechnet, und

im Laufe der nächsten 5 Jahre vom Besitzer des Looses Winterstein

zur Herstellung der Gebäude vergütet werden sollten.

Der Ruin, in welchem sich damals die Sonneborner Besitzungen, beistets erneuerten Kriegs-Verheerungen und Brandschatzungen befanden, hatteHansLudwig wohl schon früher daran denken lassen, sich in der von denKriegszügen weniger berührten Umgegend des versteckt im Thüringerwaldeliegenden Wintersteins einen Wohnsitz zu begründen, und so gab dieAcqnisition des Nonnenbergs und des Kloster-Vorwerks mit der Schäfereizu Langenhain wohl die Veranlassung auf in Fischbach acquirirtenBauergründen einen neuen Wohnsitz für sich zu etabliren, und scheint erdas hier erbaute und zum Rittergut erhobene Wohnhaus schon zu Leb-zeiten seines Vaters erbaut zu haben," denn schon am 29. Septbr. 1689wurde ihm hier die erste Tochter geboren, und auch später blieb Fisch-bach sein Lieblings-Aufenthalt.

Im Jahre 1641 finden wir ihn, nachdem er mit dem Tode des Her-zogs Johann Ernst und der Nachfolge des Weimarschen Hauses inseine Gothaschen und Eisenacher Landestheile in die Dienste des mit ihmin demselben Jahre geborenen Herzogs Ernst des Frommen übergegangenwar, in Gotha, und vom Jahre 1642 ab als Oberforst- und Jägermei-ster dieses neuen Landesherrn auf dem Schlosse Tenneberg wohnend.Herzog Ernst der Fromme zeigte stets besonderes Vertrauen zu HansLudwig, und gebrauchte denselben auch mehrfach zu den in den letztenJahren des dreissigjährigen Kriegs so häufig vorkommenden Verhandlun-gen mit den Heerführern beider kriegführenden Theile zur Abwendungder unerschwinglichen Gontributionen und Brandschatzungen, so findenwir ihn 1642 in Erfurt zur Verhandlung mit dem dortigen SchwedischenStatthalter, und 1646 im December mit Hans Caspar von Miltitzund Veit Ludwig von Seckendorf in Ohrdruf im Hauptquartieredes Generals v. Wrangel.

'Such hergestelltem Frieden suchte Hans Ludwig, welcher für sei-nen abwesenden Bruder Georg auch dessen Guts-Antheil verwaltete,nun in aller Weise die besonders in Sonneborn hervortretenden Calami-täten zu überwinden, und die Güter wieder in Stand zu setzen, was ihmdenn auch durch unermüdlichen Fleiss und mit Ueberwindung grosser Hin-dernisse gelang, indem er nicht allein die alte Kemnotte wieder neu er-baute, und die Vorwerks-Gebäude herstellte, sondern auch durch Ankaufund Annahme derelinquirter Bauergüter das Areal seines Guts zweckmässigvermehrte. Dazu war er wohl hauptsächlich durch die Mittel seiner an-scheinend wohlhabenden Frau, und durch die Einkünfte, welche er vomHochstifte Merseburg ohne Zweifel zu geniessen hatte, besonders aberdurch grosse Ordnung und Sparsamkeit in allen Geld-Geschäften im Stande,

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