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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Zweiter Abschnitt.

XUI. Ge-neration.

Er war in kinderloser Ehe mit Chatharina Dorothea v.Entzen-berg verheirathet, welche ihren Witwensitz in Sonneborn behielt, undfür welche das jetzige Wohnhaus auf dem Vordergute 1632 als Wolvmin»eingerichtet wurde. Sie benutzte dieselbe jedoch nicht und vermähltesich, wie wir oben gesehen, 1635 wieder mit Friedrich Ludwig vomI. Viertel.

Wir wenden uns nun zu Melchior des Aeltern ältesten, ihn über-lebenden Sohn zweiter Ehe

80. Christoph,

als Stammvater der noch blühenden I. Linie des III. Viertels.

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung seines Sohns Hans Ludwigwar Christoph am 21. Februar 1573 geboren, also beim Tode des Va-ters erst 15 Jahre alt, und scheint seine Erziehung an den Höfen derbeiden Herzoge Johann Casimir und Johann Ernst genossen, undsich frühzeitig der Jägerei gewidmet zu haben, wie er denn auch mit er-langter Mündigkeit sich alsbald mit der am 10. Februar 1573 geborenenTochter des damaligen Herzoglichen Jägermeisters Hans Georg vonSeebach auf Oppershausen und dessen Gemahlin Deb ora, geborenenv. Dieskau, Jungfrau Anna v. Seebach, vermählt haben muss, denn dasSonneborner Kirchenbuch zeigt, dass er am 27. August 1598 bereits einenzweijährigen ältesten Sohn und acht Tage darauf am 3 Septbr. 1598 einenzweiten Sohn, welche beide an der Ruhr verstorben waren, in Sonnebornbegraben hat. Seine Ehe muss also spätestens im Jahre 1595 geschlossensein, und wenn uns auch seine Ehestiftung nicht mehr erhalten ist, so exi-stirt doch auf dem'Schieferschloss zu Sonneborn sein, fein in Tannenholzgeschnitztes, Ehebett noch, mit dem in Farben ausgemalten Wangen-heim'schen und Seebach'schen Wappen geschmückt, welches anscheinendseines Sohns Georg Tochter Anna Agnese ihrem Gemahle Adam Ge-org in der Aussteuer mitgebracht hat.

Später finden wir Christoph an der Stelle seines Schwiegervatersdas Amt eines Fürstlichen Jägermeisters zu Eisenach wahrnehmen, undseine Nachkommen blieben während eines ganzen Jahrhunderts nach ihmdem Forst- und Jagdwesen getreu, und verwalteten in Sachsen , wie inden Braunschweig-Lüneburgschen Ländern das Amt der Oberforst- undJägermeister durch drei Generationen, da Christophs Verwaltung in derEntwicklung des Forst- und Jagdwesens Epoche machte, und die von ihmausgehenden Forst- und Jagd-Ordnungen des Herzogs Johann Casimirin vielen deutschen Territorien als Muster-Einrichtungen galten. Chri-stoph hatte als Oberforst- und Jägermeister seinen festen Wohnsitz zuEisenach im Jagdhause, wozu Herzog Johann Ernst die s. g. Kleradehatte einrichten lassen, aber daneben scheint er doch seinen Wohnsitz