Stamm Winterstein. III. Viertel.
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den 6. Mayi In das Chor begraben worden" und vorher 1598 von der XIL Ge 'Tochter der „Wintersteiner Witfraw" Jungfrau Barbara die Redeist, welche bei Hans Reinhards Sohn Johann Levin Gevatter steht,so müssen wir annehmen, dass diese Witwe die Sibilla von Schlot-heini war, welche ihren Gemahl 32 Jahre überlebte, und zu Sonne-born hauste, während seines Bruders Melchior Witwe in Winter-stein wohnte.
Aber auch Töchter sind aus dieser Ehe vorhanden gewesen, indemHerr v. Mülv erste dt uns aus seinen Collectaneen die Notiz gibt, dasseine nicht genannte Schwester Melchior des Jüngern 1579 die Gemahlindes Christoph Goldacker auf Weberstedt gewesen, und das Son-neborner Kirchenbuch eine Jungfrau Sabina von W r angenheim am 14.August 1590 zu Winterstein verstorben und in Sonneborn begrabenaufführt.
54. Lutz der Jüngere, 56. Georg der Jüngere und 58. Caspar
werden uns nur in den Lehnbriefen genannt, und scheint Caspar schon1543 nicht mehr gelebt zu haben, denn er nahm an dem Gesuche seinerBrüder um Gestattung des Eintritts in fremde Kriegs-Bestallung keinenTheil. Nach 1547 kommen alle drei Brüder nicht mehr vor.
59. Melchior,
der fünfte den Vater überlebende Sohn Friedrich des Aeltern, und imGegensatze zu seinem Neffen gleiches Namens und später seines Sohnes,der Aeltere genannt, war 1518 geboren und sollte der Stammvater dernoch jetzt blühenden beiden Branchen des III. Viertels werden.
Im Vorhergehenden haben wir schon erzählt, wie Melchior derAeltere seine Jugend als Kriegsmann zugebracht und nach dem Tode sei-ner übrigen Brüder mit seinem ältesten Bruder Friedrich dem Jüngernallein übrig geblieben war und 1549 mit diesem die väterliche Erbschaftso getheilt hatte, dass ihm das Mittelschloss zu Winterstein und dasHintergut zu Sonne born, als das von Trübenbachs ertauschte Vorwerk,statt des Vorwerks zu Brüheim zu Theil geworden war. Beide Gebrü-der hatten nämlich schon vor 1549 zur bessern Arrondirung ihres Grund-besitzes in Sonneborn ihr zu Brüheim neben der Kirche belogenesVorwerk mit achthalb Hufen Landes sammt Wiesen in Brüheimer Flurmit der Witwe Margaretha Trübenbach und deren fünf Söhnen HansI. und Hans IL, Heinrich, Christoph und David gegen deren freiesErbgut zu Sonneborn mit 6 Hufen Land und zugehörigen Wiesen inSonneborner und Eberstedter Flur vertauscht, wobei die Lehnherrlichkeitder Herren von Wrangenheim über dieses freie Erblehngut zu Sonne-born auf das Gut in Brüheim übertragen wurde, was der Abt W r olf-