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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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Stamm Winterstein. III. Viertel.

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versucht, und war mit seinen Brüdern und Vettern (wohl ohne Zweifel Xll .. ß8 'den Söhnen Apels) dem Kaiserlichen Aufruf folgend zur Bekämpfung derTürkischen Macht mit nach Ungarn gezogen. Des Vaters Tod im Febr.1536 hatte ihn und seine Brüder aus Ungarn zurückgerufen, und hatte('hurfürst Johann Friedrich, als sie wieder Kriegsbestallung für sichund ihre Leute , welche sie wegen der grossen Unkosten der Ausrüstungund der Pferde beieinander behalten hatten, annehmen wollten, ihnenwegen dersorglichen Läufe" die Erlaubniss dazu verweigert. Währendseine Brüder und Vettern nun sich entschlossen hatten, einstweilen zuHaus zu bleiben und der Befehle des Churfürsten und seiner Bundes-Ver-wandten zu gewärtigen, wiederholte Fried rieh der Jüngere am Mittwochnach Kiliani 1543 sein Gesuch, da ihm die Bestellung geworden, dassKaiserliche Majestät wieder die Franzosen Leute anzunehmen Vorhabenssei, und es doch ihnen Allen zum Nachtheil gereiche, wenn sie sämmtlichzu Hause sässen. Aber auch dieses Mal schlug der Churfürst seine Bittemittelst eines Schreibens aus Eisenach vom Margarethen-Tage 1543 ab(Xro. 385 der IL Sammlung), was sich aus dem damaligen Stande derpolitischen Verhältnisse wohl sattsam erklärt.

Ob Friedrich und seine Brüder, welche übrigens gleich ihm auchnoch in demselben Jahre vergeblich um Erlaubniss zur Annahme neuerKriegsbestallung gebeten hatten, nun während des Kriegs der Schmal-kaldenschen Bundes-Genossen im Heere des Churfürsten von Sachsen ge-dient haben, darüber finden wir keine ausdrückliche Nachricht, halten esaber für zweifellos, da sämmtliche waffenfähige Mitglieder der Familieam 24. April 1547 an der unglücklichen Schlacht bei Mühlberg in denReihen der Churfürstlichen Truppen standen. Auch ist es wahrscheinlich,dass die drei mittleren Brüder in diesem Kriege ihr Leben verloren, dawir -Friedrich den Jüngern 154!' die väterlichen Güter mit seinem Bru-der Melchior theileu sehen, und von den übrigen Brüdern nicht weiterdie Rede ist. Auf der Kcmnate zu Sonneborn hatte die Mutter Annageborne v. Boyneburg ihren Witwensitz, und die Brüder theilten sichdarum in den Besitz des Schlosses Winterstein nach den noch ge-genwärtig vorhandenen Theilzetteln dergestalt, dass Fried rieh den Theilvom Schlosse erhielt, welcher nach Absterben seiner Descendenz in glei-cherweise wieder von Melchiors Sohn Christoph als Vordergut Win-terstein besessen wurde. Derselbe ist folgendermassen beschrieben:

Der Eingangk vndt thor für der Brücken auswendigk die Helffte;Das Fürbergk (die Vorwerke) für dem Schlöffe mitt behausunge Scheu-nen Stellen, Kochen vndt Hüten; Das thorhaufs, Badestuben vndtBrücken die helffte auch zu gleicher Unterhaltung; Der Angerplatzfoll beyden zu gebrauchen vnvortheylet stehen, vndt der platz zwi-