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II. Buch. Zweiter Abschnitt.
xii. Ge- zu Weimar noch vorhandenen Schriften hervor, wonach Lutz der Aeltere
neration. '
1548 um Erstattung eines Pferdes nachsucht, weil ihm in der Schlackbei Mühlberg zwei gutgerüstete Pferde zu Grunde gegangen. Vielleichtliegt der Grund, warum wir weniger urkundliche Nachricht über fluals über seinen Bruder besitzen, darin, dass er sich mehr in Franken umin der Umgebung des Herzogs Johann Ernst zu Coburg aufgehaltethaben mag, worauf auch die Verheirathungen einiger seiner Töchter mitfränkischen Edelleuten von jener Seite des Thüringer Waldes und derAufenthalt seines Sohnes Hans in Coburg hindeuten.
Lutz der Aeltere hat sich anscheinend sehr jung vermählt, wennwir 1534 seine Tochter Katharina schon an Georg von Wangen-heim verheirathet finden, und dieselbe auch als sein ältestes Kind an-nehmen und ihr nur 18 Jahre bei ihrer Verheirathung geben wollen, da-nach würde er also im Jahre 1514 oder 1515 sich bereits vermählt ha-ben, wo er nach dem, was wir oben bei seinem Bruder Erasmus ange-führt haben, wenn wir auch annehmen wollen, dass er 1510 der Mündig-keit nahe gewesen sei, doch höchstens 23 bis 24 Jahre alt sein konnte,Er war zwei Mal verheirathet, zuerst mit Anna vonHarstall, anschei-nend eine Schwester des Christoph vonHarstall zu Mihla, welche,nach den Aufzeichnungen ihres Sohnes Wolff Veit, im Jahre 1543 umMitfasten verstarb und zu Wangenheim begraben wurde. Aus dieserEhe waren zwei Söhne und acht Töchter geboren, welche letztere sichsämmtlich verheiratheten.
Nachdem sein Sohn Wolff Veit bereits im Jahre 1542 sich mitAffra von Bibra verheirathet hatte, und ihm vom Vater anscheinendSonneborn zum Wohnsitz eingeräumt war, schritt Lutz der Aeltere,welcher sich in der Leibgedings-Verschreibung als alt und krank schil-dert, nach dem Tode seiner ersten Gattin, wahrscheinlich bald zur zweiten Ehe mit Gertrud von Volkenrode, genannt Goberg, aus einerdem Eichsfelde angehörigen, nach Wolf im Jahre 1641 mit Adam Phi-lipp von Volkerode ausgestorbenen Familie, welche Burgmänner an!dem Bischofstein waren, zugleich aber anscheinend auch eine eigene BurgGoberg, jetzt Goburg genannt, über Volkerode besassen, und davonden Beinamen führten. Lutzens Leibgedings-Verschreibung für Ger-trud von Volkenrode datirte vom Mitwoch nach Mathei 1549 ( v ro.398 der IL Sammlung), und erfolgte dazu sofort der landesherrliche undder agnatische Consens (Nro. 399 und 400 der IL Sammlung).
Schon im Sommer 1551 und zwar am Donnerstag nach Bartholomei(also am 27. August) starb Lutz der Aeltere ungefähr 60 bis 70 Jahrealt, und wurde nach den Aufzeichnungen seines Sohnes Wolff Veit aWangenheim begraben, wo auch seine Witwe ihren Witwensitz hatte,