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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Zweiter Abschnitt.

xn. Ge- as-natischen Consens seiner Stamms-Vettern den Landesherrn um die lehn-

neration. °

herrliche Bestätigung am Dienstage nach Cantate 1550 zu bitten, welchedenn auch am Montage nach Bartholomei desselben Jahrs ertheilt, und derAnna, geborenen von Berlepsch, dabei Hans von Farrenrode undStolanus von Scharffenstein zu Vormündern bestellt wurden (Nro.391, 401 und 402 der II. Sammlung).

Wir haben oben bereits gezeigt, dass Anna, geborene von Ber-lepsch, ihren Eheherrn überlebt hat, und müssen dessen Tod in das Jahr1574 oder in die ersten Tage des folgenden Jahrs 1575 setzen. Er hin-terliess, nachdem zwei Söhne jung vor dem Vater gestorben waren, nureinen den Vater kurze Zeit überlebenden Sohn Melchior Ludwig,welcher den Stamm fortsetzte, und, wenn wir in der Auslegung der unsdarüber vorliegenden sparsamen Kachrichten nicht irren, zwei Töchter,nämlich Beata, welche in erster Ehe mit Hartmann von Wangen-heim, Wangenheim'schen Stammes, kinderlos vermählt war, 1566 iazweiter Ehe Jobst von Reckrodt zu Mechterstedt, Herzog JohannFriedrichs Rath, geheirathet hatte, als dessen Witwe sie mit Hermannvon Reckrodt in Erörterung wegen ihres Witthumes gerieth, worauswir schliessen müssen, dass auch diese zweite Ehe kinderlos gewesen, daHermann v. Reckrodt der Vetter und Lehnsfolger ihres Eheherrn war.

Anna, eine zweite Tochter Friedrich des Aeltern von Wangen-heim, war mit Christoph von Schlotheim schon vor 1564 verhei-rathet, denn Christoph von Schlotheim trat in diesem Jahre schonals Vormund seiner Schwägerin Beata den Erben ihres verstorbenenEhemanns Hartmann von Wangenheim gegenüber auf. Da Chri-stoph von Schlotheim die Beata seine Muhme nennt, so kann seineFrau Anna auch Friedrich des Aeltern Schwester statt Tochter gewe-sen sein, was aber nicht wahrscheinlich ist, da dieselbe danach doch über60 Jahre schon alt gewesen sein müsste, und Christoph von Schlot-heim dagegen viel jünger erscheint.

Weniger ungewiss sind wir in Ansehung der unserm Friedrichauch zugetheilten dritten Tochter, welche wir vielmehr für seine Schwe-ster halten, Ottilie von Wangenheim Witwe, von weicheres indemoft angezogenen Inventar auf pag. 19 heisst:

Quietanz vber vjC fl heuptgeldes Ottilien von Wangenheim

Witwen, deren sie an den vonn Witzleben zur Elgersburgk

geweist,während es vorher auf pag. 7 diesen Inventars heisst:

Eine weisse Ladenn Darinnen Ein klein Lädelein Alles Wiezlebi-

sche Sachen wie darauiF vorzeichnett darinnen befindlich Die sollen,

wan die von Witzleben geburliche quitirunge thun, Ihnen zugestellt

werdenn.