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Stamm Winterstein. I. Viertel.
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Wir schliessen daraus, dass Ottilie von Wangenheim an Eras- xir - G °-
neratiou.
Bis von Witzleben, für dessen Kinder Friedrich Vormund war,verheirathet war, und ihr dieserhalb wegen ihres Leibgedings Sicherhei-ten bestellt waren, welche Friedrich ihr Bruder und nachher dessen •Sohn verwahrte, dass sie aber schliesslich noch 600 Gulden aus ihremTäterlichen Vermögen empfing. Dass diese Ottile eine Witwe Wan-genheim und geborene von Witzleben gewesen, ist nicht wahrschein-lich, sie müsste denn die Witwe des 1527 verstorbenen Erasmus gewe-sen sein, was nicht in die Zeitrechnung passt.
Dreizehnte Generation in dem I. Viertel des Stammes Winter st ein.
Friedrich des Aeltern Söhne: 69. Heinrich; 70. Asmus und 71. Friedrich,
starben jung vor dem Vater; 72. Melchior Ludwig.Töchter: Beata, vermählt 1. mit Hart mann von Wangenheim, 2. mit Jobstvon Reckrodt; Anna, vermählte von Schlotheim.
72. Melchior Ludwig,
der einzige Sohn Friedrich des Aeltern von Wangenheim, welcher xni Ge-den Stamm fortsetzte, und welchen sowohl die Stammtafeln in Gotha di-plomatica als die vom Canzler Ziegesar nach den Lehns-Akten emen-dirten Stammtafeln zum Rath Churfürst Johann Friedrichs des Gross-müthigen mit der Jahreszahl 1546 machen und ihm eine Anna vonTroyffen zur Gemahlin geben, konnte 1546 wohl kaum ein Jünglingvon 16 Jahren und vielleicht ein Page des Churfürsten, aber gewiss nichtsein Rath sein, und seine Gemahlin war nicht Anna von Troyffen,sondern Anna von Seebach, die Tochter des Hans von Seebachauf Fahnern und der Veronica von Greussen, wie solches auch inden Seebach'sehen Stammtafeln der Gotha dipl. und in Königs Adels-Historie II, pag. 1093 richtig angegeben ist.
Die Nachrichten über Melchior Ludwig fliessen uns nur sehrspärlich, da er bei Lebzeiten seines Vaters selbstverständlich in Familien-Angelegenheiten nicht handelnd auftreten konnte, und wir über sein son-stiges Leben auch wenig Nachrichten haben, er scheint aber frühzeitigim Dienste der Herzöge von Sachsen und der Grafen von Schwarz-burg sich versucht zu haben, und seine Bezeichnung als Rath beziehtsich vielleicht auf eine Schwarzburgsche Bestallung. Wenigstens findenwir ihn für die Grafen Hans Günther und Hans Albrecht vonSchwarzburg in eine Bürgschaft für 7000 fl. dem Christoph vonThuen gegenüber verwickelt, aus welcher er erst kurz vor seinem Tode