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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Zweiter Abschnitt.

xu. Go- Johann Friedrich am 24. Februar 1554 zu Stande gekommenen neuen

neration. ,

Vergleich mit unterschrieben. Als nun nach Churfürst Johann Frie-drichs wenige Tage später eingetretenen Ableben dessen Söhne gemein-schaftlich in die ihrem Vater verbliebene Land-Portion succedirten, undunter ihnen Johann Friedrich der Mittlere sich zunächst der Regie-rung annahm, und durch die Auseinandersetzung mit seinen Brüdernschliesslich in den Besitz von Gotha und den zugelegten Landestheilentrat, blieb Friedrich der Aeltere von Wangenheim zwar nach wievor den jungen Herzögen mit Rathspflicht verwandt, wie seine Absendungzur Unterhandlung mit den Fränkischen Einungs-Verwandten im Frühjahre1554 (Nro. 409 der II. Sammlung) uns belehrt, aber er scheint doch mehrmit der Verwaltung seiner Güter und der Familien-Angelegenheiten alsSenior seines Stammes (seit dem Tode seines 1551 verstorbenen altern BrudersLutz), sowie als hervorragendes Mitglied der Ritter- und Landschaft be-schäftigt gewesen zu sein. In den nun folgenden unheilvollen Grum-bach'schen Händeln war er gewiss den verderblichen Schritten, zu denender leichtgläubige Herzog Johann Friedrich der Mittlere sich hinreis-sen liess, durchaus abgeneigt, als aber der Herzog, aller Abmahnung sei-ner auf dem Landtage zu Salfeld am 3. Januar 1567 von Herzog Jo-hann Wilhelm berufen gewesenen Stände zum Trotz, seine adeligenVasallen zum Dienste mit bester Rüstung aufforderte, war Friedrich derAeltere unter denjenigen, welche diesem Befehle Folge leisteten undsich in Gotha einfanden, während andere Mitglieder des Wangenheim-schen Geschlechts und wohl die Mehrzahl derselben der Abmahnung desHerzogs Johann Wilhelm gehorchten, und sich diesem zur Verfügungstellten. Als die Belagerten nun durch einen Brief eines unter den Be-lagerern befindlichen Wangenheim (wahrscheinlich Friedrich der Mitt-lere von Grossenbehringen, welcher 1567 Herzogs Johann Wil-helms Rath wurde), an Wilhelm von Utterodt vom wahren Standeder Dinge und von Grumbactis Intriguen umständliche Kunde erhielten,drangen die Herren vom Adel, welche Herzog Johann Friedrich derMittlere am 3. April vor sich gefordert hatte, einmüthig darauf, dass derHerzog die Geächteten von sich entfernen möge, in welchem Falle sieihm ferner Gehorsam leisten wollten, sonst aber sich zum Herzog Jo-hann Wilhelm und von ihm abwenden müssten. Der verblendete Her-zog wies diese Forderung aber zornig zurück und bewirkte damit, dassAdel, Bürgerschaft und die Hauptleute der Besatzung am 5. April sichan Churfürst August und Herzog Johann Wilhelm mit der Bitte umeinen Waffenstillstand und Einleitung einer Unterhandlung wendeten. Der12. April wurde zur Unterhandlung bestimmt, und unter den dazu Ab-geordneten der Ritterschaft, welche vorher aber die Zustimmung des Her-zogs Johann Friedrich sich erbeten hatten, war auch Friedrich der