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II. Buch. Zweiter Abschnitt.
XII. Ge-neration.
In dem Becesse der 42 Artikel von 1527 erscheint er mit seinenBrüdern zum Oefteren unter der Collectiv-Bezeichnung „die Jungen vonWangenheim", im Gegensatz zu dem mitcontrahirenden Brüder-PaareFriedrich und Apel, welche Geschwister-Kind mit ihrem Vater Hansalso im Yerhältniss zu ihnen „die Alten" waren. Schon frühzeitig scheinter, vielleicht wegen des gemeinschaftlichen Eifers für die Keformation, innähere Beziehungen zu Graf Heinrich den Aeltern von Schwarzburggetreten zu sein, und dessen Bestallung als Rath angenommen zu haben;denn der Schwarzburgsche Gnaden-Verleihungsbrief von 1534 Montagnach Philippi Jacobi spricht schon von „Vnfs, Vnferer Graff- vndt Herr-schaften offtmals Viell treuen nutzlichen und behaglichen Dienften", wel-che er als Gräflicher Bath geleistet, wofür ihm die Eventual-Belehnungmit dem Bittergute Ettischleben ertheilt wurde, welches der bejahrteund in kinderloser Ehe mit Catharina von Volkstedt lebende Fritzvon Mülverstedt besass. Bis zur Bealisirung dieser Anwartschaftwurden aber dem Gräflichen Bathe 1000 Gulden zu 5 pro Cent auf dasAmt Arnstadt verschrieben. Friedrich der Jüngere bezog also 5ÜGülden Jahresgehalt, wofür er sich verbindlich machen sollte, dem HauseSchwarzburg „vor allen anderen Herren sein Lebelang mit Bathspflich-„ten und Diensten verwandt zu bleiben", wenn er überhaupt dienstlicheBestallung anzunehmen gewillt sei, und ohne „Vorwissen, Willen und„Vergünstigung" des Hauses Schwarzburg sich keinem andern Herrnmit Bathspflichten wesentlich verwandt zumachen. Durch einen zweiten Briefvom Dienstag nach Galli 1535 bezeugtGraf Heinrich der Aeltere, dass „der„Geftrenge vefte unfer lieber Bath und getreuer Friedrich von Wan-„genheim der Jüngere, Uns viel Jahr her treulich und wohlgcdient,„auch an Vnfern wefentlichen Hof mit Baths-Pflichten verwandt" und „mit„Verschickung hin und her seines beften Fleifses willfährig und bereit„gewefen", und verleiht ihm dafür einen von Herrn Friedrich Burdian,einem Geistlichen, bis dahin besessenen Weinberg als Bitterlehn (Sro.376 der II. Sammlung).
Da Graf Heinrich der Aeltere von Schwarzburg, welcher durchseinen Eifer für die Beformation und die Misshelligkeiten bekannt ist, inwelche er dadurch mit seinem Vater, dem streng katholischen GrafenGünther XXXIX (der Bremer genannt) gerieth, seinen einzigen mitKatharina von Henneberg erzeugten Sohn, Heinrich Wilhelm, be-reits 1527 verloren hatte, und weitere männliche Erben ihm nicht gebo-ren wurden, so fielen mit seinem 1538 eingetretenen Todesfalle seineLandestheile an Graf Günther XL (mit dem fetten Maule), der alleSchwarzburgschen Graf- und Herrschaften wieder in seiner einzigen]Handvereinigte, und dessen Söhne die Linien Sondershausen und Budol-stadt begründeten. Mit dem Tode des Grafen Heinrich des Aeltern