Stamm Winterstein.
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50. Erasmus(XII. Generation im Stamme Winterstein.)
noch kurze Erwähnung thun, dessen Stamm, wie eben gesagt, mit seinemjungen Sohne Hans erlosch. Erasmus tritt uns zuerst in dem am Frei-tag nach Margarethae 1510 ertheilten Fulda'schen Lehnbriefe entgegen(Uro. 367 der II. Sammlung), worin er als Hansens seligen Sohn fürsich und seine unmündigen Brüder Lutz und Friedrich mit den vonihrem Vater erkauften Erffa'schen Gütern in Sonneborn beliehen wird,gleichzeitig hat er mit seinen Vettern Friedrich und Apel den Fulda'-schen Hauptlehnbrief über Sonneborn empfangen (Nro.281 der I. Samm-lung). Ebenso bestätigte er für sich und seine Brüder 1514 am Mitt-woch nach Pfingsten die Verschreibung von 100 Gulden für Georg vonJena zu Erfurt auf die Dorfschaft Pfullendorf (Nro. 284 der I.Sammlung). 1516 wird er in Binhards Chronik als Mitschenker deszierlichen Altars in der Kirche zu Wangenheim neben seinem BruderLutz, der also jetzt wohl mündig geworden, und seinen Vettern Apelund Bernhard genannt. 1520 führt der Becess über die Irrungen mitdem Stamme Wangenheim alle drei Brüder neben dem Vetter Apelauf, Asmus aber allein als Handelnden (Nro. 290 der I. Sammlung).
1522 erlangen alle drei Brüder die landesherrliche Bestätigung desBesitzes des ihrem Vater verliehenen Hofs mit der Schaftrift zu Brü-heim (Nro. 291 der I. Sammlung).
1523 am 28. October sind alle drei Brüder ebenso betheiligt bei derBeilegung der Irrungen wegen der Fischerei im Wangenheimer See(Nro. 292 der I. Sammlung).
1524 am 22. Juli erkauft Erasmus mit seinem Bruder Friedrichgemeinschaftlich von Heinrich von Erffa und dessen Söhnen Hart-mann, Heinrich und Hans deren freien Höfe zu Oesterbehringenfür 234 Gulden (Nro. 295 der I. Sammlung); im Lehnbriefe von 1529wird aber auch Lutz mitgenannt.
Im Eingange des sogenannten Recesses der 42 Artikel vom Don-nerstage nach Margarethae 1527 wird Asmus mit seinen Brüdern Lutzund Friedrich als die „Jungen von Wangenheim" noch genannt, derRecess aber am Ende von seinem Bruder Lutz mit der Bemerkung be-siegelt, dass sein Bruder Asmus inmittelst verstorben (Nro. 298 der I.Sammlung), daraus müssen w T ir schliessen, dass Erasmus im Sommer1527 bald nach Abschluss dieses llecesses aber vor dessen solenner Aus-fertigung, über welche doch höchstens einige Wochen haben hingehenkönnen, verstorben ist. Dagegen führen freilich noch zwei Fulda'scheLehnbriefe vom 16. Juni 1529 über die erkauften Erffa'schen Höfe inOesterbehringen und vom 17. May 1530 über die erkauften Erffa-schen Güter zu Sonneborn den Erasmus neben seinen Brüdern Lutzund Friedrich auf, jedoch wird sein Namen in dem Lehnbriefe von
XII. Ge-neration.