Stamm Wangenheim. II. Linie. II. Branche.
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„(ich zu balgen, wie leider von Vielen gefchieht und Eltern in gro- xm Ge -„fser Sorg es herzlich beklagen, fondern feines Studirens abgewartet,„auch durch Gottes Gnade fo ferne kommen, dafs er nicht allein„feine lateinifche Sprach verftanden und reden können, fondern auch„in der griechifchen Sprachen nicht ganz unbekannt gewefen, welches„er in ftreitigen Religionsfachen nachmalen ihm hat wifsen nutz zu-„machen."
In diese Universitäts-Zeit zu Jena fällt dann auch wohl seine Be-kanntschaft mit Franz von Dumftorf, dem er ins Stammbuch nebenseinem schön gemalten Wappen schrieb:
Malum Consilium Consultori pessimumX G. G. G. U;(Gott gibt, Gott nimmt)Nobili Francisco ä Domftorffcribebat Hartmannus ä WangenheimMense Augusto Anno 69.Nach vollendeten TJniversitäts-Studien im 20. Lebensjahre ist er mitChristoph Knoblauch von Herbsleben und Christoph von See-bach unter den Rittmeistern Joachim Beust und Hans Claus Russ-wurm und dem Oberst Ernst von Mandelsloh in die Niederlandevor Bergen im Hennegau (Mons) gezogen und hat grosse Gefahrenim Kriege gegen die Spanier bestanden, Ende October desselben Jahrsist er von da zurückgekehrt und hat mit dem Grafen von Gleichen undmit Graf Hans Günther von Schwarzburg noch zwei Feldzüge nachFries land mitgemacht, und „alfso seine Adliche Abkunft beydes Arte„et Harte gezieret."
Am 27. October 1579 vermählte er sich mit Sabina von Herda,der jungen Witwe Curts von Hanstein (welche in den Geschlechtsta-feln der Hans t ein'sehen nicht erwähnt ist) und hielt sein Beilager zu Wan-genheim, aus welcher Ehe ihm 6 Kinder geboren wurden, von welchendrei vor dem Vater verstarben. Sabina war die Tochter Georgs vonHerda zu Unterellen und dessen Gemahlin Marie Diede von Für-stenstein.
Er bewohnte anfangs abwechselnd sein Mittelgut im Schlosse zuWangenheim und die Kemnate des Unterguts zu Tüngeda, späteraber scheint er seit 1584 auf letzgenanntem Gute seinen festen Wohnsitzgenommen zu haben. Wegen seiner vielseitigen Erfahrung und gelehr-ten Kenntnisse berief Herzog Johann Casimir ihn erst als Beisitzerzum Hofgerichte zu Jena, dann aber 1592 als Rath an seinen Hof nachCoburg, auch erwählte ihn das Vertrauen seines Landesherrn und sei-ner Mitstände zu dem Posten eines Steuer-Ober-Einnehmers, womit derVorsitz in der versammelten Ritterschaft und dem landschaftlichen Aus-
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