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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Zweiter Abschnitt.

xnr.oe- sc husses verbunden war. Er wurde auch vom Herzog Johann Casimir

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zu mancherlei Gesandtschaften gebraucht, namentlich war er bei der imJahre 1587 an den Kaiserlichen Hof nach Wien geschickten Gesandt-schaft zur Empfangung der Reichs-Lehne für die Fürstlichen Brüder be-theiligt, und wird von seiner Thätigkeit als Mitglied des HerzoglichenHofgerichts gerühmt, dasser auch alle Zeit, ehe er sich in FürstlieheCanzlei verfügt, in seine Kammer gangen, die Thüre hinter ihm zuge-schlossen, und seinen lieben Gott zuvor um Rath und That herzlichangerufen". Das wird wohl auch besonders der Fall gewesen sein, alser in dem bekannten Scheidungs-Processe Herzog Johann Casimirs ge-gen seine Gemahlin Anna von Sachsen 1593 als einer der Richterüber diese unglückliche Fürstin fungiren musste.

Seinem Haushalte stand er als ein gottesfürchtiger Mann streng undmilde vor und liebte ein nüchternes, massiges und stilles Leben, gegenseine Unterthanen ist ernach Gelegenheit der Sachen linde und ernstgewesen und hat mit seinem Wort mehr ausgerichtet, als Manche mitStöcken, Blöcken und Bussen der Armen".

Dem Kirchenbaue zu Tüngeda, wo 1589 an der Stelle der alteneine neue Kirche und 1591 auch ein neuer Thurm gebaut wurde, wid-mete er mit Rath und That seine ganze Aufmerksamkeit und schenkteschliesslich der neuen Kirche eine Orgel. Durch ihn wurde 1583 dertüchtige PfarrerZinz erling für Tüngeda 1583 berufen, welcher diesemPfarr-Amte bis zu seinem Tode 1623 treulich vorstand, ein ebenso eifri-ger Lutheraner wie sein Patron; für die Schule aber stellte er den vonOberellen zuerst als Informator seiner eigenen Kinder berufenen Jo-hann Binhard 1590 als Schullehrer an, welcher hier seine 1613 in dreiTheilen erschienene Thüringische Chronik schrieb, die er seinem PatronHartmann von Wangenheim dedicirte.

Auf seinem Sterbelager hatte er noch die Freude, die Geburt seinesEnkels Georg am 2. October 1606, zugleich aber auch die Trauer denin Folge dieser Geburt am 6. October eingetretenen Tod seiner jungenSchwiegertochter zu erleben, und ertrug er sein seit dem 16. August an-haltendes Krankenlager mit christlicher Ergebung, seinen Trost in GottesWort suchend und findend. So verschied er am Nachmittage des 20. 0c-tobers 1606 im Alter von 54 Jahren 8 Monnten 8 Tagen, und wurde am23. October desselben Jahrs in der Kirche zu Tüngeda begraben, dreigoldene Ringe mit zwei Edelsteinen sind ihm nach dem Kirchenbuche mitins Grab gegeben.

Seine Witwe, ein Sohn, ein Enkel und zwei Töchter überlebten ihn,während zwei Söhne Balthasar Heinrich, geboren zu Tüngeda am9. September 1585, gestorben am 18. August 1587, und Caspar, gebo-ren zu Tüngeda am 17. August 1586 mit einer Zwillingsschwester