Stamm Wangenheim. II. Linie. I. Branche.
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Wilhelm gefunden, als ihn am 8. Februar 1809 zu Stuttgart bei sei- x,x Ge-
° ° noration.
nem ältesten Bruder der Tod ereilte. Von einem dritten in PreussischenDiensten befindlich gewesenen Bruder ist uns nichts bekannt geworden.Wir wenden uns nun zu dem, nächst seinem Stammvater Georg wohlbedeutendsten Mitgliede seiner Familie, des Generals Carl BernhardHeinrich ältesten Sohn
417. Carl August,
geboren zu Gotha am 14. März 1773 und gestorben zu Coburg am19. Juli 1850 als Königl. Würtembergscher Staatsminister ausser Dienst.Es liegt nicht in unserer Absicht hier ein Lebensbild des geistreichenMannes auszuführen, dessen imponirende Persönlichkeit allen denen un-Tergesslich bleiben wird, welche sich seiner persönlichen Bekanntschaftnoch zu erfreuen hatten, und dessen Biographie wir einer geschickterenFeder als der unsrigen überlassen müssen, wenn wir auch die neuesteSkizze seines politischen Lebens, welche Heinrich von Treitschkein seinen 1865 erschienenen historischen und politischen Aufsätzen liefert,in ihrer einseitig vom Standpunkte der Historiker „des Preussischen Be-rufs" ausgehenden Auffassung der Dinge kaum für etwas Anderes alseine karrikirte Zeichnung halten können, welche eine gründlichere Lebens-ieschreibung nicht überflüssig machen kann, für welche in Wangen-heims Schriften mancherlei Daten zerstreut liegen. Der durch den Todder Mntter früh verwaiste Knabe entwickelte sich geistig wie körperlichsehr schnell, und der von der Universität zurückgekehrte junge Mann vonsprudelndem Geist und jugendlichem Uebermuth getragen, und zu man-cherlei Extravaganzen hingerissen, soll, wie die Familien-Sage geht, sei-nem Vater solche Sorge gemacht haben, dass derselbe vom Herzog ErnstII. von Gotha es sich als besondere Gnade erbeten hätte, seinen Sohnauf einige Zeit als Staats-Gefangenen auf das Schloss Wachsenburgzusetzen, was jedoch nicht lange gedauert hätte, weil der alte Lieute-nant, welcher Commandant der Wachsenburg war, berichtet, dass derjunge Herr von Wangenheim alle Ordnung auf den Kopf stelle, unddie Disciplin unter seinem Invaliden-Corps, welches die Besatzung bildete,gänzlich verloren ginge. Wir wollen die Garantie für die Wahrheit die-ser Geschichte nicht übernehmen, auf jeden Fall aber hatte diese Fe-stungshaft, wenn sie überhaupt stattgefunden, keinen naehtheiligen Ein-fluss auf seine Stellung zum Vater, dem er ein zärtlicher Sohn war, undzum Herzog, welcher ihm eine Anstellung in der Landes-Begierung ge-wkrte, worin er seine Befähigung und Tüchtigkeit bald so entwickelte,dass die Anerkennung eine allgemeine war, und der kaum 28jährigeige Mann vom Herzog Franz von Sachsen-Coburg-Saalfeld,