KWVVV
446
II. Buch. Zweiter Abschnitt.
xvm.Go-ausgenommen, als das Stift zu Gotha, das Seniorats-Lehn des Wangeu-heim-Wangenheim'schen Stammes nebst den dazu gehörigen Erbzinsen,welche der Verkäufer sich und seinen Lehnsfolgern vorbehielt, währendvon der Wangenheim-Wangenheim'schen Collectur dabei nicht dieRede war, deren Verwaltung nach Carl Bernhard Heinrichs Ableben,in die Hände des Grafen von Wangenheim als Besitzer der Guterüberging, indem sie anscheinend, als zu den mit den Gütern verkauftenPatronats-Rechten gehörig, betrachtet wurde. In seiner Stellung als Se-nior des Stammes Wangenheim wurde er auch fortwährend als Mitgliedder Gothaischen Ritterschaft betrachtet und zu den Landtagen des Für-stenthumes Gotha berufen. Er war mit Louise Friederike vonWangenheim vermählt, der ältesten Tochter des Adam Melchior Jo-hann Walrab von Wangenheim zu Brüheim, welche aber schonam 20. Septbr. 1780 noch nicht 28 Jahre alt mit Hinterlassung von drei Söhnennach kaum 9jähriger Ehe verstarb und in Hayna begraben wurde. CarlBernhard Heinrich vermählte sich darauf nicht wieder und lebte noch40 Jahre im Witwerstande, nur seinem Dienste seine Zeit widmend.
Die zu dieser Generation gehörenden Töchter, 1. Ludwig Ernstsan Pfarrer Strenge zu Hayna verheirathete Tochter; 2. Georg Hein-richs Tochter Magdalena Sophie Friederike Ernestine verehe-lichte Munter; 3. Heinrich Ottos Tochter Mariane Elisabeth Char-lotte und die Töchter Adam Antons 4. Louise Christiane Wil-helmine Magdalena Sophie vermählte von Helmolt; 5. AnneFriedrike Sophie Albertine Wilhelmine; 6. Christiane Doro-thea Johannetta und 7. Charlotte Caroline Eleonore Wilhel-mine Friederike haben wir bei den Eltern schon erwähnt, und gehennun zu der folgenden Generation über.
Neunzehnte Generation in der II. Linie des Stammes Wangenheim.
Die Söhne Carl Bernhard Heinrichs: 417. Carl August; 418. Christian;419. Ludwig August Otto.
XIX. Ge-neration-
Wir erwähnen zuerst der beiden zuletzt Genannten, welche unver-heiratet vor dem Vater gestorben sind. Beide waren frühzeitig in Preus-sische Militair-Dienste getreten, und standen beide, wenn wir nicht irren,im Regimente der Garde. Der ältere Christian ist im Feldzuge von1806 geblieben, der jüngere, geboren am 14. Januar 1780, musste nachdem Tilsiter Frieden und dem Abschlüsse des Rheinbundes 1807 denPreussischen Dienst verlassen, und hatte eben im Jahre 1808 Anstellungin der Würtembergschen Armee als Hauptmann beim Regimente Herzog