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Stamm Wangenheim. II. Linie. I. Branche.
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nur eine Tochter Mariane oder Marie Magdalena Elisabeth Char- XVII6e -lottte von Wangenheim, welche 1755 gegen die Töchter ihres OheimsAdam Anton, wegen ihrer 500 Mfl. Wangen he im'scher Fräulein-Gelder und mütterliches Vermögen, welche ihr Oheim und Vormund ihrnoch verschuldete, klagbar wurde, und welcher bei den spätem Verkäufendes Unterguts zu Tungeda noch immer ihre Ansprüche auf eine lautObligation vom 15. Novbr. 1746 mit lehnsherrlichem Consens auf unbe-stimmte Zeit ingrossirte Forderung von 262 ^ 12 f — oder 300 Mfl.
als Rest eines Capitals von 1747 $ 7 f 6 $, welches Adam Antonbei verschiedenen Gläubigern schuldig geworden war, und wofür er dasUntergut zu Tungeda unterpfändlich verschrieben hatte, vorbehaltenwurden, und bis zum Jahre 1852 noch ungelöscht geblieben waren, wie-wohl die Gläubigerin gewiss längst verstorben, und ihre Ansprüche anchimmer nur gegen die Allodial-Erben ihres Oheims und Vormunds verfolgthatte. Sie hielt sich 1765 zu Possendorf bei Dresden auf, und lebtenach einem vorhandenen Briefe noch 1785 zu Dresden, anscheinend alsaltes Fräulein in der Familie eines Chursächsischen Hauptmanns vonWangenheim, vielleicht des oben erwähnten Graitschener VettersJohann Christoph.
289. Adam Anton,
des Hauptmanns Johann Levin jüngerer Sohn, geboren den 14. Decbr.1705, überlebte seinen altern Bruder um 11 Jahre, wurde durch dessenTod am 14. März 1746 alleiniger Besitzer des Unterguts Tungeda. Erwar von Anfang an, da die Brüder das Gut schon schwer mit väterli-chen Schulden belastet übernommen hatten, in keiner glänzenden Lage,scheint aber durch seine am 15. Novbr. 1740 vollzogene Ehe mit Doro-thea Johannetta von Wangenheim, des Otto Friedrich vonWangenheim zu Lauchröden und der Elisabeth von KesselrödenTochter und Witwe des Ulrich Ernst von Wangenheim zu Hess-winkel, einiges Heirathsgut erworben zu haben, wodurch seine Töchterbei seinem Ableben bedeutende Forderungen an die Agnaten zu machenin die Lage gesetzt waren. Im Jahre 1749 erscheint er noch als Haupt-mann unter den Sachsen-Gothaischen Truppen, im Jahre 1756 war eraber bis zum Oberstlieutenant avancirt. Es waren ihm, nach Ausweisdes Tungedaer Kirchenbuchs, in dessen Extracten leider die Jahreszah-len fehlen, während seiner Ehe in Tungeda, wo seine Gemahlin ihrenwesentlichen Aufenthalt genommen zu haben scheint, vier Töchter LouiseChristiane Wilhelmine Magdalena Sophie, nachher im Jahre1764 verehelichte Cammerherr von Helmolt zu Bülzingsleben, An-