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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Zweiter Abschnitt.

XVII.Ge-neration.

286. Wilhelm Christoph,

der zweite Sohn Ernst Günthers zu Brüheim, trat jung in Sachsen-Weimarsche Dienste , worin er es bis zum Hauptmann brachte und beiHofe auch als Cammerjunker angestellt war. Wir finden ihn 1731 beider Eröffnung des Testaments der Frau von Janus, geborenen vonWangenheim, gegenwärtig, und wissen von seinem Leben nur, dass erschliesslich in Blödsinn verfiel, und seinem Bruder Ludwig Ernst unddem Hauptmann Johann Levin Ernst von Wangenheim Winter-stein'schen Stammes zu Brüheim die Curatel über denselben übertra-gen war, wie wir aus einer Schuld-Verschreibung vom 8. August 1749ersehen. Verheirathet scheint er nicht gewesen zu sein, und ist er am17. Decbr. 1750 verstorben und am 20. ejusd. in Tungeda begraben.

287. Georg Heinrich,

der dritte und jüngste Sohn, war in Hessen-Casselsche Dienste getreten,und starb nach den Mittheilungen, welche wir der Güte des Herrn Ba-rons Rudolph von Buttlar-Elberberg verdanken, am 6. Novbr. 1741zu Cassel als Hauptmann in der Garde, 34 Jahre alt, er war also 1707geboren. Aus seiner Ehe mit einer Gemahlin, deren Vornamen Chri-stine wir nur aus der Todes-Anzeige über das Ableben ihres Gemahlskennen, ohne dass der Familiennamen derselben bekannt wäre, überlebteihn, nachdem ein zu Cassel am 23. Januar 1741 geborener Sohn 365.Moritz Carl Friedrich schon am 4. Mai desselben Jahres gestorben war,nur eine Tochter Magdalene Friederike Ernestine Sophia, welche(wahrscheinlich am 22. October 1760) mit dem damaligen Hof-DiakonusDr. Balthasar Munter zu Gotha sich vermählte, der darauf Superin-tendent zu Gräfin Tonna war und später als Bischof zu Copenhagenin grösseren Kreisen bekannt wurde. Sie begleitete ihren Ehemann nachDänemark und war die Mutter der als Schriftstellerin im Anfange die-ses Jahrhunderts vielgenannten und beliebten Friederike Brun, gebo-rene Munter.

288. Heinrich Otto,

der älteste Sohn des Hauptmanns Johann Levin zu Tüngeda, warebenfalls in Hessen-Casselschen Diensten und starb am 14. Mai 1746 alsHauptmann. Er besass das väterliche Gut mit seinem jungem Brudergemeinschaftlich, wie aus einer von beiden Brüdern gemeinschaftlich aus-gestellten Schuldverschreibung für die Hochfürstlich Milde-Stiftungs-Casse zu Gotha vom 19. Januar 1736 über 1000 Mtl. hervorgeht. Ausseiner Ehe mit einer Gemahlin, deren Familien-Namen uns unbekannt ge-blieben ist, hinterliess er, bei seinem am 14. Mai 1746 erfolgten Ableben,