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II. Buch. Zweiter Abschnitt.
XV,t tk^" „etwa meiner Pathe von Kleidung zu schaffen nöthig sein wird." DiesesFräulein von Wangenheim können wir nur tür eine Tochter Burk-hard Heinrichs halten, was aus ihr geworden, haben wir ebensowenigermitteln können, als welchem Geschlechte die Mutter angehört hat.
283. Ludwig Ferdinand Joseph und
284. Franz,
beide Söhne des Kaiserlichen General-Majors Georg Ludwig aufWan-genheim, sind schon oben bei ihrem Vater erwähnt, und ist uns Weite-res über dieselben nicht bekannt geworden, als dass der jüngere Franz,welcher 1731 Kaiserlicher Fähndrich war, vor dem Vater gestorben seinmuss, und dass der ältere Ludwig Ferdinand Joseph, welcher 1731Kaiserlicher Hauptmann war, sein Gut in Wangenheim im Jahre 1742an den nachmaligen Geheim-Rath Carl Emilius von Uechtritz für20,000 Mfl. verkauft hat, und am 30. Septbr. 1736 als Kaiserlicher Oberst,wahrscheinlich mit einer Rheingräfin Salm von Grumbach vermähltwar, und mit Hinterlassung einer später an einen Grafen Manzoli delMonte in Modena verheiratheten Tochter Anna Margaretha Josephaverstorben ist, wenn diese Rheingräfin nicht vielmehr seine Mutter war.Herr von Uechtritz hatte somit in den Jahren 1738 bis 1747 dengesammten Grundbesitz des Wangen heim-Wangenheim'schen Stam-mes in Wangenheim sammt dazu gehörigen Pertinenzien an Holzungen,Gerichten, Unterthanen und Gerechtigkeiten jeder Art für eine Gesammt-Kauf-Summe von 62,823'/2 MfL an sich gebracht, und der Stamm Wangen-heim hatte somit keinen Antheil mehr an dem Stammsitze seiner Väter.Aber auch das Familiengut, welches sich sonst noch in den Händen desStammes zu Brüheim, Tungeda undHaina erhalten hatte, sollte baldin gleicher Weise der Veräusserung verfallen.
285. Ludwig Ernst,
der älteste Sohn Ernst Günthers, welcher 1710 beim Tode des Vatersmit seinen Brüdern, wie oben erwähnt, die eine Hälfte des Steinhofs zuBrüheim ererbt hatte, war Lieutenant in Chur-Bairischen Diensten, wel-che er jodoch frühzeitig verlassen und sich darauf mit Louise Elisa-beth Eleonore von Wangenheim, der Tochter Heinrichs vonWangenheim auf dem Schathofe zu Brüheim und zu Wölfis, ver-heirathet hatte. Er beerbte seine beiden vor ihm verstorbenen jüngerenBrüder im Lehn, konnte aber dennoch das tief verschuldete kleine väter-liche Gut nicht halten, und verkaufte dasselbe daher 1751 unter Vorbe-halt eines Lehnsstammes. Durch den am 2. Decbr. 1757 erfolgten Todseines Vetters des Oberstlieutenant Adam Anton von Wangenheim