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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Zweiter Abschnitt.

xv. oe- y on Georg Wilhelms Jugendgeschichte haben wir keine Kunde

neration. . . '

aller Wahrscheinlichkeit nach hatte er sich aber frühzeitig dem Kriegs-wesen zugewendet, da der 30jährige Krieg begann, als er im kräftigstenMannes-Alter mit 27 Jahren stand, und wenn er 1621 als Cornet unterden Mansfeldern genannt wird, und 1630 in Caspars von Hausteinzu Oberellen Stammbuch schreibt:

Frisch, fröhlich ins Feldt

Wenigk bar geldt

Hofsen vnndt Wammfs zu Bifsen

Wafs daraufs werden wirdt kann ich nicht wifsen.

so scheint damals das Soldaten-Leben ihm zwar keine Schätze ein-gebracht zu haben, aber seine gute Laune hat darunter offenbar nichtgelitten.

Bei der Theilung der väterlichen Güter nach Balthasars Tode sehenwir ihn 1631 in den Besitz des Vorderguts Wangenheim und des GutsGraitschen eintreten, womit er wahrscheinlich auch bedeutende Lasten über-nahm, da seine Erbportion diejenigen seiner Brüder bedeutend überstieg. Erscheint in spätem Jahren seinen wesentlichen Wohnsitz auf dem VorderguteWangenheim genommen und im Kreise der Gothaischen Ritterschaft einesguten Ansehens genossen zu haben, da er schon 1644 nach dem Lehn-briefe Herzogs Ernst des Frommen als ritterschaftlicher Steuer-Ober-Ein-nehmer eine hervorragende Stellung in der Landschaft behauptete undschon im Landtags-Abschied von 1641 zum Deputirten für den Ausschussernannt war. Er starb zu Wangenheim am 30. April 1651 und wurdedort am 13. Mai desselben Jahres beigesetzt, sein Leichenstein zeigt ihnlebensgross im Spanischen Kostüm, den spitzen Hut mit einem Kranzeblühender Hosen geschmückt in der Hand, vielleicht ein Zeichen, dasser einer der damals üblichen Ordens-Gesellschaften angehörte.

Nach den Gleichenste in'schen Tabellen in Gotha diplomatica sollseine sonst nicht genannte Gemahlin Susanna Agnese von Herdagewesen sein, deren Geburtsjahr auf 1609 angegeben wird.

Aus dieser Ehe Georg Wilhelms sind, soviel uns bekannt gewor-den, zwei Söhne, Georg Heinrich (der Aeltere genannt) und FriedrichWilhelm (der Jüngere genannt) hervorgegangen, ob auch Töchter, istuns unbekannt geblieben,

Sechzehnte Generation.185. Georg Heinrich der Aeltere und 186. Friedrich Wilhelm der Jüngere.

vxi. Ge- j)i e beiden Brüder Georg Heinrich und Friedrich Wilhelm

theilten sich in die väterliche Erbschaft in der Art, dass der ältere Georg