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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Zweiter Abschnitt.

xiv. Gs- angeführten sächsischen Lehnbriefen von 1591 u. 1599, den Fulda'schenLehnbriefen von 1592, 1601, 1603, 1607 und 1629, sowie dem Glei-chen'sehen Lehnbriefe von 1623 mit seinem Bruder und resp. KeffenJobst entgegen, und scheint derselbe seine Dienste hauptsächlich demHerzoglich Sachsen-Altenburgschen Hause zugewendet, und sich im Meis-senschen und Osterlande aufgehalten zu haben, wo er sich mit Sybilla t.Kit seh er des Christian v. Kitscher und der Maria v. Badestock Toch-ter vermählte, und das früher v. Traxdori'sche Gut Graitschen an derGleisse acquirirte. Ob die Acquisition auf einem Kauf beruhte, oder obeine landesherrliche Gnaden-Verleihung eines apert gewordenen Lehnsstattfand, haben wir ebensowenig wie das Jahr dieser Acquisition ermit-teln können, da uns nur der Herzoglich Sachsen-Altenburgsche Lehnbriefvom 23. April 1619 vorliegt, welcher Bezug auf die früher von Seitendes Chuffürsten Johann Georg zu Sachsen als Vormund der SöhneHerzogs Friedrich Wihelm I. von Altenburg ertheilte Belehnungnimmt, welche also schon bald nach 1602, wo Herzog Friedrich Wil-helm starb, stattgefunden haben kann.

1608 unterschreibt er die Ehestiftung seines Vetters Georg Melchiorzu Tungeda mit allen Vettern des Wangenheim'schen Stammes. Bal-thasar, dessen Gemahlin aller Wahrscheinlichkeit nach ihm ein ansehn-liches Vermögen zugebracht haben mochte, war, nachdem ihm die Erb-schaft seines Bruders und dessen Sohns angefallen war, auf jeden Fallein sehr wohlhabender Mann, welcher neben der Hälfte sämmtlicher Wan-genheim-Wangenheim'scher Stammgüter auch noch das von ihm ac-quirirte Gut Graitschen besass. Er starb zu Wangenheim zwischen1630 und 1631 und liegt in der dortigen Kirche begraben, leider ist dieUmschrift seines Leichensteins aber nicht mehr zu entziffern. Unterm 30.April 1631 wurden seine Söhne mit ihren Vettern von Herzog JohannCasimir mit den Stammgütern von Neuem beliehen, und empfingen auchin demselben Jahre die Fulda'schen Lehne."

Seine Söhne werden in den Lehnbriefen so aufgeführt: Hans Jobst,Georg Wilhelm, Bernhard, Heinrich und Hans Georg, ausserdemhaben wir aber auch drei Töchter zu verzeichnen, Anna Margarethadie Gemahlin Christians von Erffa, und Stifterin des Wangenheim-Buttlar'schen Fräuleinstifts zu Gotha, welche 1633 bereits als Frau v.Erffa bei der Taufe Georg Melchiors Treusch v. Buttlar zu Wil-lershausen Gevatter stand, ferner Margaretha die zweite GemahlinFriedrichs von Wangenheim zu Hütscherode, und Anna Kegina1619 mit Hans Wilhelm dem Jüngern von Kerstlingeroda vermahlt,welcher 1634 zu Erfurt starb und zu Herbsleben begraben wurde.Von Andern wird diese Anna Kegina aber, und anscheinend mit mehrRecht für eine Tochter des Friedrich Jobst von Wangenheim vom