Stamm Wangenheim. XIT. Gener.
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er seinen Wohnsitz auf dem Steinhofe zu Brüheim genommen hatte, XH - Ge -
neration.
ums Jahrs lö34 ungefähr mit der Tochter seines Vetters Lutz des Ael-tern vom Wintersteiner Stamme. Diese Umstände lernen wir zumTheil aus der interessanten Bittschrift kennen, welche er 1545 am Don-nerstag nach Neujahr an den Churfürsten richtete, als ihm gleich andernnicht in Gotha residirenden Pfründern vom churfiirstlichen Schosser zumGrimmenstein statt seiner Katural-Getreide-Einnahmen ein geringes Geld-Aequivalent nach höherer Anordnung gewährt werden sollte, mit demes nicht möglich war, zwei Studirende in Wittenberg, wie bisher esvon ihm unterBeirath vonMelanchton, Justus Menius und PriedrichMecum geschehen war, zu unterhalten (Nr. 396 der II; Sammlung).Diese Bitte scheint nun auch in soweit Eingang gefunden zu haben, dassder Churfürst ihm zusagte, an zwei von ihm zu präsentirende Stipen-diaten aus den Probstei-Einkiinften den nöthigen Unterhalt in Witten-berg in zwei Terminen jährlich zu Trinitatis und Neujahr zu gewähren.Während Georg von Wangen heim nun dieses Stipendium zu minde-stens 15 Gulden in jedem Termine für jeden der Stipendiaten, also seinegesammten Probstei-Einkünfte zu jährlich 60 Gülden anschlug, war dieZahlung doch nicht gehörig angewiesen, die Empfänger wurden von Gotha,nach Torgau, von Torgau nach Wittenberg und von Wittenbergwieder nach Gotha gewiesen, und im Kreise herumgeschickt, ohne ihrStipendium erhalten zu können, auf welches der Sohn des Pfarrers Jo-hann Oswald zu Tungeda im ersten Jahre, nach vergeblichen Hin-und Herreisen nur 4 Gülden 6 Gr. von dem Erheber Erhard Saltzmannra Gotha hatte erhalten können. Georg v. Wangenheim beschwertesich darüber am 22. Februar 1546 beim Churfürsten (Uro. 387 der II.Sammlung), ob diese Beschwerde aber Erfolg gehabt constatirt nicht, undbleibt bei dem im folgenden Jahre über die Schmalkaldischen Bundes-genossen hereingebrochenen Unglück zweifelhaft.
Ueber Georgs Thätigkeit bei Durchführung des Eeformations-Werks,wobei er einer der vom Churfürsten Johann Priedrich dem Beständigenbestellten Visitatoren bei der zweiten und dritten Kirehen-Visitation war,haben wir schon im ersten Buche dieser Arbeit uns geäussert, und sindseine Mitwirkung bei der Einrichtung der Wangenheim'schen Collectur,so wie seine sonstigen mit seinen Brüdern und Vettern gemeinschaftlichvorgenommenen Handlungen bereits früher erwähnt. Schon aus dem Jahre1533 findet sich von ihm im Weimar'schen Archive ein Schreiben anden Bürgermeister Oswalt zu Gotha, worin er von seiner im Auftragedes Kurfürsten vorhabenden Reise nach Jena Nachricht giebt, und zurAusrichtung von Aufträgen des Raths zu Gotha auf dieser Reise sicherbietet, zugleich aber den Bürgemeister um Rückgabe seines ihm gelie-henen Pettschafts bittet.