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II. Buch. Zweiter Abschnitt.
denen die erste und zweite im vorigen Jahrhundert schon wieder ausge-storben sind, die dritte aber im Besitze des Guts Graitschen nochfortblüht.
Georg Wilhelm, Stifter der I. Branche (starb 30. April 1651)
besass neben dem Vordergute zu Wangenheim das Gut Graitschen,welches sein Sohn Friedrich Wilhelm mit seinen Vettern lfelgegen das diesen gehörige Hintergut zu Wangenheim vertauschte, wo-durch er die Wangenheim-Wangenheim'sche Hälfte des SchlossesWangenheim nun zu zwei Drittel besass. Friedrich Wilhelm hin-terliess bei seinem 1693 erfolgten Tode eine zahlreiche Nachkommenschaftund sein dritter Sohn Johann Ludwig (geb. 1680 gestorben 1724),welcher die Güter übernahm und seine mit ihm den Vater überlebendenvier Brüder abzufinden hatte, gerieth dadurch in grosse Schulden. Er starberst 44 Jahr alt, als Herzoglicher Oberst und Commandant von Gothamit Hinterlassung eines einzigen kaum 3 Jahre alten Sohns, gleich demVater Johann Ludwig heissend, über sein Vermögen brach aber Con-curs aus, die Güter zu Wangenheim wurden subhastirt, und 1738 vomGeheim-Rath v. Uechtritz für 37000 Mfl. erstanden. Der Sohn trat inKöniglich Polnische-Chursächsische Dienste, war 1753 Rittmeister in derLeib-Karabinier-Garde und ist seitdem verschollen.
Heinrich der Aeltere Anfänger der U.. Branche
hatte mit Balthasars, seines Vaters, Erbschaft das Obergut zu Tun-geda übernommen, welches er bei seinem 1673 erfolgten Tode auf sei-nen Sohn Georg Heinrich vererbte, welcher 1706 mit Hinterlassungeines erst 6jährigen Sohns Heinrich Wilhelm verstarb, und sein Ver-mögen so derangirt hinterliess, dass während der Minderjährigkeit desSohns ausgeklagter Lehnschulden halber sein Gut zu Tungeda 1715 indie Hände der Herzoglichen Cammer überging, von welcher der ebengenannte Geheim-Rath von Uechtritz dasselbe 1748 für 34000 Mtl. er-kaufte. Heinrich Wilhelm starb am 12. Decbr. 1774 als KaiserlicherOberst ohne männliche Descendenz mit Hinterlassung zweier Töchter, undbeschloss seine Special-Linie.-
Hans Georg der Aeltere der Anfänger der noch jetzt blühenden HI. Branche
war Balthasars jüngster Sohn, und besass aus der Theilung der väter-lichen Erbschaft das Hintergut zu Wangenheim, er scheint aber fürsich und seinen zweiten Sohn Heinrich auch einen siebenten Theil dervon Erffaschen Güter zu Erffa (entweder aus der Erbschaft seinerzweiten Gemahlin, welche eine Erffasche Erbtochter gewesen sein müsste,