Druckschrift 
Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
Entstehung
Seite
367
Einzelbild herunterladen
 

^

Einleitung.

367

oder durch Testament seiner Schwester Anna Margaretha verehlichtenvon Erffa) besessen zu haben, welchen er und sein Sohn Heinrichvermöge Tauschkontracts vom 1. März 1678 gegen das Rittergut Frött-stedt unter Zuzahlung von 1300 Mfl. an Herzog Friedrich von Gothaüberliess. Nach seinem 1681 erfolgten Tode vertauschten seine beidenihn überlebenden Söhne Georg und Heinrich ihr Gut in Wangen-heim mit ihrem Vetter Friedrich Wilhelm von der I. Branche gegendessen Gut Graitschen und theilten sich nun so, dass Georg Grait-schen, Heinrich aber Fröttstedt bekam, während sie am Alt-Wan-genheim-Wangenheim'schen Gute keinen realen Antheil, sondernnur noch die Mitbelehnschaft besassen. Georg starb zwischen 1708 und1711 mit Hinterlassung zweier Söhne, Johann Georg und HeinrichWilhelm, von welchen dem letzteren, nach dem ohne männliche Descen-denz 1724 erfolgten Ableben seines Oheims Heinrich das Gut Frött-stedt überkam, während sein älterer Bruder Johann Georg bereits am23. October 1721 mit Hinterlassung eines einzigen kaum 1'/2jährigenSohns Johann Georg verstorben war. Heinrich W r ilh elm zu Frött-stedt verstarb 1737, und die Vormundschaft des damals 17jährigen Jo-hann Georg verkaufte das Gut Fröttstedt für 16500 Mfi. im Jahre1738 an dem K.-K. Kammerherrn Alexander von Witzleben. Jo-hann Georg hinterliess bei seinem schon 1759 erfolgten Tode drei SöhneJohann Christoph, Georg August und Friedrich Albrecht, vonwelchen der mittlere Georg August bereits 1779 als Fähndrich in demin Holländischem Sold stehenden Gothaischen Infantrieregimente verstarb;der älteste Johann Christoph lebte noch 1812 als Königl. Sächsischerpensionirter Oberstlieutenant, besass ausser der Hälfte des Guts Grait-schen noch das von ihm erkaufte Gut Bönnewitz bei Torgau undhinterliess aus seiner Ehe mit einer geborenen von Thümmel nur zweiTöchter, wodurch sein Antheil an Graitschen den Söhnen seines bereits1811 als Herzogl. S. Major verstorbenen jüngsten Bruders wieder zufiel.Friedrich Albrecht, dessen Gemahlin Henriette geb. von Brandihm bereits im Tode vorangegangen war, hinterliess 4 Töchter und 2Sohne als unmündige W T aisen, und da der zweite Sohn FerdinandAdolf 1825 als studiosus verstarb, war der älteste Sohn Hermann geb.den 20. April 1802 als einziger Stammhalter übrig. Derselbe starb alsHerzogl. S.-Altenburgscher Ober-Holjägermeister und Kammerherr undSenior des W 7 angenheim'schen Stamms am 31. März 1871 und hinter-liess aus seiner Ehe mit Marie Mathilde v. d. Gabelentz zwei Söhne:

Albrecht geb. den 17. October 1835 und seit 1864 vermählt mitHelene von Crayen, aus welcher Ehe bis jetzt 3 Söhne geboren sind,und

Reinhard geb. den 4. Januar 1844, welcher noch unvermählt ist.

\ H