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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Zweiter Abschnitt.

digen Schule zur Aneignung der nöthigen kavaliermässigen Bildung, son-dern als Lebenszweck und Beruf zu, und waren es seit der Beendigungdes 30jährigen Kriegs, neben dem Dienste unter den Chursächsischenund den Herzogl. Sächsischen Truppen, hauptsächlich der Kaiserliche, derBraunschweig-Lüneburgsche, der Landgräflich Hessische, vor Allen aberder Chur-Brandenburgsche und Königlich Preussische Dienst, welchem dieHerren von Wangenheim sich widmeten, und gaben diese Dienstver-hältnisse die Veranlassung, dass einzelne Zweige des Geschlechts in denLändern, deren Fürsten sie ihre Dienste gewidmet hatten, auch Gele-genheit zur bleibenden Ansiedelung fanden, *wie dieses namentlich seitdem Schlüsse des 17. Jahrhunderts mit der I. Branche des III. Viertelsder Fall war, welcher die in den Familien-Verhandlungen sogenanntenHannoverschen und Polnischen Herren Vettern entsprossten.

Glaubten wir in dem I. Abschnitte dieses genealogischen Theils mög-lichst vollständig bei jedem einzelnen Mitgliede der Familie dasjenige bei-bringen zu müssen, was uns in den alten Urkunden über dasselbe auf-gestossen war, so treten wir mit dem IL Abschnitte nun auch in eineZeit ein, wo die Bedeutung dieser pergamentenen Dokumente eine wesent-lich andere wird, und unter der Vielschreiberei und dem papiernen Ak-ten-Reichthume der nun folgenden drei Jahrhunderte allmählig verschwin-det. Wir haben daher, je mehr wir uns der Jetztzeit nähern, auch umso mehr unsere Urkunden-Sammlung auf solche Dokumente beschränkenmüssen, welche ein mehr oder weniger noch bleibendes Interesse für dieFamilie haben, und deren Kenntniss für die Mitglieder der Familie einBedürfniss ist. Darum kann in dem nun folgenden IL Abschnitte desbiographischen Theils auch nur ausnahmsweise auf die beigelegten Doku-mente der Urkunden-Sammlung Bezug genommen werden, und darf manauch keine irgendwie vollständige Biographie der einzelnen Zweige desGeschlechts und ihrer Mitglieder hier erwarten, da uns dazu das nöthigeMaterial gänzlich abgeht, und wenn es uns auch möglich wäre, über ein-zelne Individuen noch weitergehende biographische Nachrichten beizubrin-gen , als wir hier bringen werden, so ist der Zweck dieses Versuchsdoch immer nur die Darstellung einer Geschichte der ganzen Familie,und nicht die Lebensbeschreibung einzelner Mitglieder, über welche unsausführlichere Nachrichten zu Gebot stehen, während uns diese über andere Mitglieder, deren Lebensverhältnisse vielleicht ein noch grösseresallgemeines Interesse in Anspruch nehmen, gänzlich abgehen.

Wür wollen hier Nachricht und zwar möglichst authentische Nachrichtüber alle Mitglieder der Familie geben, von deren Existenz uns Kundegeworden ist, wir wollen dabei die abgestorbenen Zweige der Familiewie die lebenden berücksichtigen, die Erbfolge-Verhältnisse beim Aus-