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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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IL Buch. Zweiter Abschnitt.

wurde auch Sonneborn zwischen Lutz und Friedrich getheilt undentstanden daraus die jetzigen Güter des I. und IL Viertels. Bei derTheilung von 1513 zwischen den Stammvätern des III. und IV. Viertelswar die ihnen gehörige Hälfte von Sonneborn ganz bis auf einige Korn-gefälle dem III. Viertel zugetheilt, und hatte des in Winterstein ver-bliebenen Stammvaters Friedrich des Aeltern Wittwe Anna von Boi-neburg seit 1536 anscheinend ihren Wittwensitz in Sonneborn, woauch ihr ältester Sohn Friedrich der Jüngere seinen Wohnsitz aufschlug,während der Jüngere Sohn Melchior der Aeltere auf Wintersteinsass, und seines Bruders Friedrichs Theil nach dem Absterben vondessen Söhnen wieder mit dem seinigen vereinte. Fr ertauschte gegensein Vorwerk und Hufland zu Brüheim den Trübenbach'schen Hof zuSonneborn, welcher wahrscheinlich da lag, wo jetzt die Gebäude desHinterguts stehen. Seine Söhne Christoph, Melchior der Jüngereund Hans David folgten ihm, und die Nachkommen der beiden erste-ren theilten Hans Davids Erbschaft dergestalt, dass daraus die jetzigenGüter des III. Viertels in Sonneborn, das gelbe Schloss für ChristophsStamm, und das Vorder- und Hintergut fiir Melchior des Jüngern Stammerwuchs, während ersterer das Vordergut, letzterer das Mittelgut in Win-terstein besass und noch besitzt.

Im I. Viertel blieb der Sonneborner Besitz des s. g. Schiefer-schlosses, welches Friedrich der Stammvater des Viertels für seinenSohn Melchior Ludwig ausbaute, während er in Wangenheim aufdem dortigen Schieferschloss sass, seitdem unverändert. Im IL Viertelfand aber unter des Stammvaters Lutzens Urenkeln im 17. Jahrhunderteine weitere Theilung des Sonneborner Besitzes statt, indem diese ihrenAntheil an dem Schlosse im Weiher ihren Vettern vom gelben Schienüberliessen und dagegen auf dem von Wolf Veit für seine WittweAfi'ra bebauten Wenigen- oder Stichlings-Gute einen Bittersitz (dasün-tergut) und auf einem der Pfarre gegenüber belegenen Hofe einen zwei-ten Rittersitz (das Obergut) errichteten, während ein dritter Rittersitzdieses Viertels auf dem Hofe Hesswinke 1, wo anscheinend eine ältereBefestigung war, und im 17. Jahrhundert ein vierter Kittersitz auf demSchafhofe zu Brüheim aufgeschlagen wurde.

In Brüheim etablirte sich dann auch auf dem von Stolanus vonScharffenstein erkauften Hofe, dem s. g. Edelhofe, ein Rittersitz, wel-cher seit Anfang des vorigen Jahrhunderts von der einen Branche des I.Viertels bewohnt wurde. Aus dem Antheile des IL Viertels am SchlosseWangenheim erwuchs aber das dortige Rittergut der rothe Hof.

Apel, der Stammvater des IV. Viertels, sass auf seinem Theile desSchlosses Wangenheim, in welchem Besitze ihm sein Sohn Balthasarfolgte, während sein älterer Sohn Friedrich der Mittlere in der Mitte