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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
Entstehung
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Einleitung.

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wie die Schenck- und Backhäuser in jedem Dorfe, waren in der Kegeljegen einen in Geld oder Naturalien abzuführenden Pachtzins verpachtet,wogegen die Mühlen von angestellten und beeidigten Müllern administrirtwurden, welche hauptsächlich auch die Schweine-Mästung für den Bedarfder Schlossbewohner besorgen mussten.

So sassen beide Stämme gemeinschaftlich auf dem Schlosse Wan-genheim, dessen südliche Hälfte dem Stamme Wangenheim, die nörd-liche Hälfte aber dem Stamme Winterstein zugetheilt war, und dieräumliche Ausdehnung der Burg gestattete, dass in jeder der beidenHälften mehrere Häuser und Wohnsitze etablirt wurden. Ausserdem aberfinden wir den Wangenheim'schen Stamm schon im 14. Jahrhundertim Besitze einer befestigten Behausung zu Hayna, und im folgendenJahrhundert treten zu diesem Sitze noch die Kemnate zu Tüngeda, undder von Hermann Schaf acquirirte Steinhof zu Brüheim hinzu.

Der Wintersteiner Stamm sass dagegen ausser auf dem SchlosseWangenheim, hauptsächlich auf dem Schlosse Winterstein, nachwelchen er sich nannte, und welches wir schon 1421 in zwei Hälftenzwischen Friedrich von Wangenheim und seinem Neffen Hans ge-teilt sehen, eine Theilung, welche sich nach Hansens Tode zwischeneinen Söhnen Balthasar und Friedrich wiederholte, und nach Bal-thasars Tode und Vertheilung seiner Erbschaft unter seinen Neffen da-hin führte, dass 1/4 des Schlosses Besitz des nachherigen II. Viertels und\ des Schlosses Besitz des III. Viertels des Wintersteiner Stammeswurden, und aus letztern die beiden Bittergüter, das Mittelgut und dasVordergut Winterstein entstanden, während ersteres 1/4 das nachherigeObergut Winterstein bildete.

Der Antheil am Schlosse Brandenfels war schon im 14. Jahrhun-dert nach kaum ÖOjährigem Besitz der Wangenheim'schen Familie wie-der veräussert, und das Schloss Kahlenberg scheint auch die Mittedes 14. Jahrhunderts nicht lange überdauert zu haben.

Dagegen aber wurde Sonneborn, dessen im Weiher liegende alteKemnate jedenfalls eine starke Veste war, welche bis dahin von einerzahlreichen Wangenheim'schen Burgmannschaft gehütet wurde, undwelches anscheinend am Ausgange des 14. und Anfange des 15. Jahr-hunderts auch zum Wittwensitze Wangenheim'scher Burgfrauen gedienthat, seit der Theilung unter Hansens Söhnen zu einem ständigen Sitzeder Familie.

Hans der Jüngere, Stammvater des I. und IL Viertels, wohnte imSchlosse zu Wangenheim, seine Söhne Erasmus, Lutz und Frie-drich aber theilten sich so, dass der erstere in Sonneborn, Lutz inWinterstein und Friedrich in Wangenheim seinen Sitz nahm,nachdem des Erasmus Linie aber bald mit seinem jungen Sohn erloschen,

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