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Zweiter Abschnitt.
Die Generationen des Wangenheim'schen Geschlechtsseit der Abtheilung der noch bestehenden verschiedenenLinien in beiden Stämmen vom Anfange des 16.Jahrhunderts bis auf die Gegenwart.
Einleitung.
Die Nachrichten welche uns über die ersten elf Generationen desGeschlechts, seitdem es den Namen Wangenheim angenommen und be-ständig geführt hat, auf bewahrt sind, haben wir im vorhergehenden Abschnittedieses Buchs zusammengestellt, und haben wir da während eines 400jäh-rigen Zeitraums die Träger des Namens in 44 Mitgliedern der Familiekennen gelernt, deren Gemahlinnen und Töchter wir freilich nur zumkleinern Theile haben namhaft machen können.
Während die Urkunden des 12. und der ersten beiden Decenniendes 13. Jahrhunderts uns die ersten vier Generationen des Geschlechtsin ihren Beziehungen zu den geistlichen Stiftern und Klöstern zeigen, trittvon da an die weltliche und kriegerische Thätigkeit der folgenden Gene-rationen in den Vordergrund, in welcher wir sie bald in den Kriegender Landgrafen des Thüringenschen und des diesem folgenden MeissenschenHauses in der Gefolgschaft dieser, bald in eigenen Fehden während des 13., 14.und der ersten Hälfte des 15. Jahrh. als freie Herren auf eigene Rech-nung verwickelt sehen. Die Freigebigkeit gegen die Klöster, besondersgegen das St. Katharinen-Klotser vor Eisenach und das Kreutz-Klosterbei Gotha, in welchen die Töchter des Geschlechts ihre Erziehung unddie unvermählt gebliebenen ihre Versorgung fanden, nahm in dieser Pe-riode nicht ab, und trug wesentlich zur Schmälerung des alten Familien-gnts bei. Auf der andern Seite wurde dasselbe durch mancherlei Erwer-bungen mittelst Erbschaft, wie Brandenfels und die Treffurtsehen Be-sitzungen in Behringen, oder Kauf, wie Mihla, Scharffenberg unddie Erffaschen Besitzungen in Sonneborn, oder Belehnung, wie Hein-richsberg und die Salzaschen Güter im Umfange der WangenheimschenGerichte, und die H ornsp ergsehen Güter in und bei Gerstungen, oder