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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Erster Abschnitt.

nn'r»t^n" scneB Eehngute finden wollen (Reg. 347, 363 der II. und Reg. 264 n.268 der I. Sammlung).

Unterdessen hatte sich mancherlei Streit erhoben, sowohl zwischenHans und dem Vetter Bernhard von Wangenheim, des StammesWangenheim, zunächst anscheinend durch ihr Nebeneinanderwohnen imSchlosse Wangenheim veranlasst, als auch zwischen ihm und seinenWintersteiner Vettern über die Erbschaft ihres Oheims Balthasar undderen Theilung und das Leibgeding der Witwe desselben. Ueber dieMishelligkeiten mit Bernhard haben wir oben bereits gesprochen, dieIrrungen mit seinen Wintersteiner Vettern Friedrich und Apel zunächstwegen Balthafars Antheil am Schlosse Winterstein wurden am Mitt-woch nach Lamperti (17. Septbr.) 1498 von den auf beiden Seiten zuge-zogenen Vermittlern Andreas von Herda und Dietrich von Earn-rode auf Hansens, und Bernhard von Wangenheim mit Hans vonReckrodt auf seiner Vettern Seite, dahin verglichen, dass Andreasvon Herda und Dietrich von Farnrode Balthasars Antheil amSchlosse Winterstein in zwei Hälften theilten, und diese örtlich he-stimmten, Bernhard von Wangenheim und Hans Reckrodt dafüraber den Brüdern Friedrich und Apel die Wahl zwischen diesen beidenHälften vorbehielten. Demnach wählten diese von den beiden gemachtenTheilen des von Balthasar besessenen obern Schlosses Wintersteinden untern, nördlichen Theil, welcher an ihr unteres Schloss Winter-stein angrenzte, während Hans den obern südlichen Theil das sogenannteObergut oder die spätere sogenannte Voigtei für sich behielt. Dieser Theilkam demnächst in den Besitz seines Sohns Lutz, des Stammvaters des s,g. II. Viertels, und blieb bei dessen Nachkommen bis in die Mitte desvorigen Jahrhunderts (Reg. 260 der I. Sammlung).

Wegen der übrigen noch bestehenden Streitigkeiten hatten die Lan-desherrn Churfürst Friedrich der Weise und Herzog Johann ihremHofmeister Ritter Heinrich von Ende, dem Landvoigt Ritter HansHundt und dem Landrentmeister Hans Leimbach befohlen, eine Eini-gung zwischen den streitenden Partheien zu Stande zu bringen. Ein Ver-such dazu liegt in dem Recesse vom Freitag nach Leonhardi (6. Sovbr.)1498 (Reg. 261 der I. Sammluug) und in dem fernem Recesse vom Wirwoch nach Allerheiligen 1498 (Reg. 346 der II. Sammlung).

Aber die im folgenden Jahre erhobenen Beschwerden von Baltha-sars Wittwe und von Seiten des alten Ritters Hans über die Serien(Reg. 348, 349 u. 350 der IL Sammlung) zeigen, dass der Zweck nochnicht erreicht wurde und eine neue landesherrliche Commission aus demBurggrafen Georg von Kirchberg Amtmann zu Kreuzburg und Jostvon Baumbach Amtmann zu Wartburg suchte die Streitigkeiten durchdie Recesse vom Montag nach Viti (15. Juni) und vom Dienstag nach