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II. Buch. Erster Abschnitt.
XI. Ge-neration.
Nachdem Hans im folgenden Jahre 1487 am Sonntag nach Lucien-tag (13. Decbr.) sich mit seinem Bruder Lutz über ihren gemeinschaft-lichen Besitz auseinandergesetzt, und für seinen Antheil den bis dahin ge-meinschaftlichen Ansitz im Schlosse zu Wangenheim ausschliesslich erworben hatte (Beg. 248 der ersten Sammlung), scheint er ungefähr gleich-zeitig mit seinem Vetter Bernhard vom Wangenheimschen Stamme zurEhe geschritten zu sein, wenigstens erfolgte die lehnsherrliche Bestätigungihrem Leibgedingsbriefe gleichzeitig, der für Bernhards Ehefrau amVorabend vor Martini, der für Hansens eheliche Hausfrau am Sonntagenach Leonhardi (6. Novbr.) 1488. Haiis bestimmte darin seiner Haus-frau Katharina geborenen v. Nisfmitz (dass der im Leibgedingsbriefeundeutliche Name so gelesen werden muss, geht aus spätem Ahnentafeln,welche ihr das Nyfsmitzsche Wappen geben, hervor) zum Witthum seinHaus im Schlosse zu Wangenheim, neben Herrn Hansens des RittersThurm, den Hof dahinter, und den Archfeldschen Hof vor der Brückezu Wangenheim, 17 Hager Malter Hafer aus Wangenheim, 34 Gul-den vom Geschosse zu Westhausen und 8 Gulden Geschoss, Herings-bier und Kuhgeld aus Hochhheim, den freien Sitz zu Brüheim mit4 Hufen Land, der Schaftrifft und 5 Acker Wiesen, welche er ebenvor 2'/2 Jahren vom Kurfürsten Ernst erkauft (Heg. 249 der erstenSammlung).
Im folgenden Monat schon am Donnerstage nach Mariae Empfängniss(3. Decbr.) 1488 erneuerten Churfürst Friedrich und Herzog Johannunserm Hans und seinem Bruder Lutz gemeinschaftlich mit Elgern vonDalwigk die vom Churfürsten Ernst und dessen Bruder Herzog Al-brecht ihnen gewordene Begnadigung mit den heimgefallenen Lehnenderer von Hornsperg durch ihre Belehnung zur gesammten Hand mitdiesen nicht unbeträchtlichen Gütern, welche dem Lehnbriefe nach bestan-den in 2 Burglehnen, 2 Vorwerken, einem Fischwasser und einigen Zin-sen zu Gerftungen, dem freiem Rittersitz mit Weinzapfen, Aeckern,Wiesen und andern Zubehör zu Dankmarshausen, ein Vorwerk, eineMühle und etliche Zinsen in Niedersuhl, 8/4 einer Hufe und ein Vor-werk in Neustadt, Wiesen, Aecker und Zinsen zu Berka, die Wüstungzu Berka, die Wüstung und einige Zinsen zu Apfporn, den Hornspergund das Gehölz Spylnroda und was dazu gehört, ein Vorwerk und Zin-sen zu Heringen, etliche Zinsen zum Landerichs und endlich ein Vor-werk sammt etlichen Zinsen zu Obersuhl (Reg. 321 der II. Sammlung).
Da spätere Nachrichten über den Wangenheimschen Besitz dieserHornspergschen Güter nicht vorhanden sind, dagegen aber die von Dal-wig noch 1522 .als Besitzer von Dankmarshausen genannt werden(Zeitschrift des Vereins für Thüringsche Geschichte, Band IV., p. 411',so ist es wahrscheinlich, dass Hans seinen Antheil an diesen Gütern denen