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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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IL Buch. Erstes Capitel.

XI.

uöriit:

Ge " Unartigen anerkannten Marktgerechtigkeit zu Hai na wurde unter gleichemdato mit diesem Lehnbriefe eine besondere Urkunde ausgefertigt (Reg.330 der IL Sammlung). -

Ferner aber hatte sein Vetter Hans zu Brüheim (Herrn JacobsSohnj auch als landgräflich Thüringensches Lehn eine halbe Hufe Landesvor Sonneborn, welche ihm jährlich einen Schilling zinste, besessenund auch darüber empfing Bernhard am Dienstag nach Margarethe (13.Juli) 1494 einen besondern landesherrlichen Lehnbrief (Reg. 335 der II.Sammlung). Die Lage der halben Hufe ist nicht näher bezeichnet, auchnicht angegeben, warum Hans zu Brüheim dieselbe (oder vielmehr diedarauf ruhende nur 1 Schilling betragende Jahres-Abgabe) als Sonderlehnbesessen haben möchte, während doch der Steinhof Brüheim, ohne desursprünglichen Pfandschafts-Verhältnisses weiter zu gedenken, dem Haupt-lehnbrief inserirt worden war.

Aus den Jahren 1493 u. 1494 liegen uns nun noch einige Renten-kaufe der Stiftskirche zu Eisenach, zu Tungeda und Haina vor, wel-che Bernhard als Gerichts- und Lehnherr confirmirt hat, jedoch stetsunter Vorbehalt des Vorzugs seiner eigenen gutsherrlichen Abgaben vonden Pfandstücken (Heg. 332, 333 u. 334 der IL Sammlung).

1495 am Sonnabend nach Dorothea lieh Bernhard unter Zutritt sei-ner Gemahlin Margaretha und seiner hier zum ersten Male genanntenSöhne Christoph, Hanfs und Georg von der Stifts-Kirche U. L. F,zu Erfurt die Summe von 300 guten vollwichtigen Rheinischen Guldengegen 6procentige Verzinsung aus den Aufkünften vom MarktfleckenHaina, und am Freitage nach Lätare desselben Jahrs ertheilte Abt Jo-hann von Fulda seinen lehnsherrlichen Consens dazu (Reg. 337 der ILSammlung).

1496 am Dienstag nach Ulrici (4. Juli) wurde an Bernhard derlehnsherrliche Consens zur Aufnahme eines Darlehns von 100 Gulden zn8 pro Cent auf die Zinsen, Geschoss und sonstiges Einkommen von Tun-geda bei dem Bürger Hans vom Hofe zu Eisenach ertheilt (Reg. 339der IL Sammlung), und in demselben Jahre am Tage der heiligen 10000Ritter (22. Juni) bestätigte er als Lehnsherr einen Rentenkauf des StiftsEisenach auf 2'/2 Viertel Landes im Brüheimer Felde am Leichberg ge-legen (Reg. 340 der IL Sammlung).

Bernhard hatte nun inmittelst seinen Wohnsitz, wie wir aus derUrkunde von 1495 ersehen, von Tungeda nach Wangen heim verlegt,wo ihm seine Hälfte aller Wangenheimschen Besitzungen daselbst undsein Antheil am Schlosse jedenfalls einen stattlichen Sitz gewährte. Aberdas Zusammenwohnen mit Hans dem Jüngern von Winterftein, Lu-tzens Sohn, welcher auch seinen Sitz im Schlosse zu Wangenheimaufgeschlagen hatte, scheint die beiden Vettern bald in Streit und grossen