X. Gener. 37. Georg IL, 1448—1483.
337
Hans des nachgelassenen Sohns ihres Bruders Erasmus mit 210 Gulden x - ? e "wieder zurückbezahlt.
1475 am 29. Juni stellt er Herrn Dietrich von Harras einenSchuldschein über 150 Gulden aus (Reg. 230 der I. Sammlung).
1481 leiht er' 150 Gulden bei den Augustinern zu Gotha, wie wirans der Geschichte des Augustiner-Klosters zu Gotha ersehen (vid.Zeit-schrift des Vereins für thüringsche Geschichte IV, p. 301), und nach sei-nem Tode war er seinem Bruder Ritter Hans und seinen Neffen Frie-drich u. Apel, Friedrichs Söhnen noch mit 2500 Gulden verhaftet(Reg. 245 der I. Sammlung).
Dieser Aufwand mag durch sein dienstliches Verhältniss und seineStellung zu seinem unruhigen und kriegslustigen Herrn, Markgraf Al-brecht Achilles, welcher 1440 in Ansbach regierte, 1467 Bayreuthdazu erwarb und 1471 seinem Bruder dem Churfürsten Friedrich ILdem Eisenzahn, in der Mark Brandenburg und der Churwürde nach-folgte, mit herbeigeführt sein. Als Marschalk dieses seine Herrn be-gegnen wir ihm zuerst an der Spitze der Brandenburgschen Ritterschaftauf dem Tage zu Cöln an der Spree Montags nach Invoeavit 1473, woChurfürst Alb recht mit den Altmärkischen und Prignitzschen Städten undder Ritterschaft sich wegen des Zolls und der von der Landschaft zuübernehmenden 50000 ff. Schulden einigte (Reg. 229 der I. Sammlung).
Ebenso finden wir ihn wieder als Marschalk und ausdrücklich alsRitter bezeichnet, 1479 am Sonnabend nach Johannis als Churfürst Al-brecht unter Vermittlung der Herzöge Albrecht und Magnus vonMecklenburg mit Herzog Boguslaw von Pommern zu PrenzlauFrieden schloss (Reg. 233» der I. Sammlung).
ilit seinem Dienste entschuldigt er sich auch 1480 am Mittwoch nachDyonisii (9. October) bei Herzog Wilhelm von Sachsen, dass er der,saf den 16. October zu Weimar angesetzten Tagfahrt zur Schlichtungder Irrungen zwischen seinen Brüdern wegen eiliger Reise nach Nürn-berg nicht beiwohnen könne; auch hier unterschreibt er sich ansdrück-lich als Ritter und Marschalk (Reg. 305 der IL Sammlung).
Seit 1481 haben wir Nachrichten von ihm nicht aufgefunden, wahr-scheinlich starb er Ausgang des Jahres 1483, da die Fuldasche Belehnungwf seinen Todesfall im Juni 1484 erfolgte (Reg. 244 u. 245 der I.Sammlung).
Wenn wir früher die an einem Schenck von Geyern verheiratheteAnna von Wangen heim für seine Tochter gehalten, so ist der Irrthum?zt dahin aufgeklärt, dass sie seines Bruders Lutz Tochter gewesen,«nd es liegen keine Gründe vor, ihn für verheirathet gewesen anzuneh-men, da weder von einer Witwe noch von Kindern, welche er hinterlas-w, die Rede iat.
22