X. Gener. Hans III., Friedrichs IX. Sohn (1451—1476). 325
an der Stiftskirche zu Eisenach 15 Reinische Gulden bezahlt hat (Reg. x - Ge -
n neration.
296 der II. Sammlung).
1479 am 24. August überweist Ritter Hans von Wangenheim alsVormund der beiden Töchter seines Bruders Lutz Margaretha und Ka-tharina, welchen er eine Rente von 2 Rheinischen Gulden aus Oester-behringen verschreibt, diese Rente nach beider Tode der Aebtissin Annaund ihrer Schwester Jutta, und nach deren Ableben dem Kelleramte desKlosters und behält sich die Ablösung für 24 Rheinische Gulden vor, dieOriginal-Urkunde ist zurückgegeben (Reg. 233 b der I. Sammlung), dage-gen aber 1501 von Hans von Wangenheim eine neue Verschreibungausgestellt (Reg. 257 der II. Sammlung).
Im Jahre 1483 begegnet uns Anna als Aebtissin noch zwei Mal,zuerst am 23. April, wo sie einen Rentenkauf des Stifts IL L. Frauen zuEisenach von 2 Rheinischen Gulden bei Hans Molbach zu Wolfs-behringen bestätigt, und dann wieder am 13. Mai bei einem gleichenGeschäfte zu Eisenach (Reg. 307 der II. Sammlung).
Am Martini Abend 1489 genehmigt sie wiederum eine Schuldverschrei-bung des Bürgers Caspar Beck zu Salza an die Stiftskirche zu Eise-nach über 12 Rheinische Gulden (Reg. 322 der IL Sammlung).
Spätere Urkunden finden sich nicht von ihr, und ebensowenig hat esgelingen wollen, die von ihr herrührende Uebersetzung des Hohen LiedsSalomonis, wegen deren Pauliini und Gleditsch (in seinem gelehrten Le-xicon p. 2465) sie zu den gelehrten Frauen ihres Jahrhunderts rechnen,ausfindig zu machen. Dass sie aber der Feder selbst mächtig war, be-weist ein von ihr im Weimarschen Archiv noch aufbewahrter Originalbriefan den Abt Heinrich zu Pforta ohne Datum (Regeste 301 der ILSammlung), welcher sich auf die Entweichung eines gewissen Apel Wer-ner, eines Verwalters von Klostergütern, bezieht, der wegen übeler Amts-führung gefangen gesetzt war; übrigens aber anscheinend dieselbe Persön-lichkeit ist, welche 1470 von den Brüdern der Aebtissin mit Gütern inHochheim belehnt war (Reg. 226 der I.Sammlung). Er erhellt dies ausdem Akten-Convolut im Weimarschen Archive, welchem jener Brief anden Abt zu Pforta, den Visitator des Katharinen-Klosters entnommen ist.
Wenden wir uns nnn zu den Kindern Friedrichs IX. vom StammeWangenheim, so begegnet uns der Sohn
31. Hans III. (1451—1476).
zuerst 1461 am Donnerstag nach Matth. als er, wie wir oben bereits ge-sehen haben, neben seinem Vater seiner Schwester Ilse zum Vormundbestellt wurde, bei der herzoglichen Bestätigung des ihr von ihrem Ehe-herrn Kirftan Koydel am Schloss und Dorf Farnrode verschriebenen
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