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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Erster Abschnitt.

x - . Ge " nische Gulden gegen 4 Gulden jährlichen Zinses bei dem Lieb-Frauen-Stiftzu Eisenach auf, und versicherte dieselben auf Wieg leben (Reg. 293der IL Sammlung).

Während Ritter Claus nun in den folgenden Jahren in mehreren, sei-nen Bruder Hans besonders betreffenden, Urkunden, welche wir bei des-sen Lebensbeschreibung erwähnen werden, noch genannt wird und am 31.Decbr. 1481 auch noch die Vereinigung zwischen denen von Erfa unddem Deutschen Orden vermittelt, wonach jene ihren dritten Theil an Ha-gelstedt dem Orden käuflich überlassen (Reg. 240 der I. Sammlung),scheint er sieh doch hauptsächlich am Hofe Herzogs Wilhelm aufgehaltenzu haben, und auch von diesem zu mancherlei Geschäften und diplomati-schen Aufträgen gebraucht zu sein.

Unter Andern war er ums Jahr 1463 nach den desfallsigen Nach-richten im Dresdener Archive (Verzeichniss IL 9, Französische Sachenfol. 33 Nro. 19) einer der Abgesandten des Herzogs zur Verhandlung mitfranzösischen Räthen in Coblenz wegen der beabsichtigten, aber nicht zuStande gekommenen Vermählung der Tochter des Herzogs, Margaretha,mit einem Sohne des Königs von Frankreich, sowie wegen der Ver-mählung der zweiten Tochter des Herzogs Wilhelm mit Markgraf Al-brecht von Brandenburg, welche aber auch nicht zu Stande kam,und der Vermählung der beiden Söhne des Churfürsten Friedrichs, vonwelchen diejenige des Prinzen Ernst mit Herzog Albrechts von Bay-ern Tochter auch wirklich später erfolgte. Aller dieser Hofdienst hatteseine finanzielle Lage nicht verbessert, und mit dem Tode Herzogs Wil-li e Im im Jahre 1482 scheint sich auch die Gunst des Landesherrn ihmnicht mehr zugewendet zu haben. Zwar consentirte Churfürst Ernst 1483am Sonnabend nach Bonifacii (5. Juni) noch in eine weitere Verpfändungvon 15 Erfurter Malter jährlicher Haferzinsen aus Wieg leben für eineCapitalschuld von 200 Gulden an die Witwe Schaffrath und ihre Töch-ter zu Langensalza (Reg. 310 der IL Sammlung), aber schon nachkurzer Frist kündigte der Churfürst für sich und Namens seines Brudersdes Herzogs Albrecht die Pfandschaft von Wiegleben ihm gänzlich.Dies geschah, wie die Dorsalbemerkung auf der Verpfändungs-Urkunde vomSonntage Exaudi 1428 ergibt, auf Bartholomei 1484 und musste er Wieg-leben nach Inhalt des Briefs binnen 4 Wochen, also bis zum 21. Sep-tember 1484 wieder herausgeben, und da er nun nicht im Stande war,binnen der Losungsfrist alle von ihm geschehenen weitern Versetzungender Aufkünfte von Wiegleben wieder einzulösen, so musste sein BruderHans sich ins Mittel schlagen und für ihn eintreten, wofür Herr Clausdann Montag nach Lichtmess 1486 einen Wiederkaufsbrief ausstellte undam Donnerstage nach Cantate 1486 mit lehnsherrlicher Genehmigung sei-nem Bruder wieder seinen Antheil an Wangenheim und allen andern