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II. Buch. Erster Abschnitt.
ix. Ge- "Freundschaft zwischen meinen Söhnen und Sohnes-Kindern zu behalten,
neration. '
„und Aergerniss, welches zwischen ihnen nach meinem Tode erwachsen„könnte, soweit es mir möglich ist zuvorzukommen, mit Rath meiner Freunde„und aus eigener Bewegniss" eine Satzung und Ordnung bei seinen Leb-zeiten zwischen seinen Söhnen und seines Sohns Luczens Kindern ma-chen wollte, wie es nach seinem Tode mit seiner Habe und Gütern ge-halten werden solle (Reg. 225 der I. Sammlung).
Der Inhalt dieser letztwilligen Verfügung ist an einer andern Stellenäher analysirt worden, und sind die früher gehegten Zweifel, ob die in' diesem Dokumente in Aussicht genommene lehnherrliche Bestätigung derdarin enthaltenen Dispositionen auch wirklich nachgesucht und erfolgt sei,durch die Auffindung dieser am Sonnabend vor Judica 1470 zu Weimarvom Herzoge Wilhelm als Lehnherrn ertheilten Bestätigung im Weimar-schen Archive beseitigt, auch wird durch diese Urkunde zugleich ausser Zweifelgestellt, dass Hans der Aeltere, der Stammvater des gesammten heutigenStammes Winterstein zur Zeit ihrer Ausstellung noch am Leben war(Reg. 289 der IL Sammlung). Dass er aber bald, und zwar zwischenJudica und dem 8. August des Jahrs 1470 verstorben sein muss, geht ausder Verfügung von diesem Tage hervor, wodurch seine Söhne und na-mentlich Georg angewiesen werden, für das Leibgeding der Witwe ihresverstorbenen Bruders Lucze Sorge zu tragen, indem es darin heisst ,,foder alt Hans von Wangenheim feiiger vnd Jorge fein fon" (Reg. 290der IL Sammlung).
Nach einem alten Inventar der Briefschaften Friedrich des Aeiternvon 1575 sind „Briefe und Verzeichnis, wie Hans v. Wangenheim„der Alte von seinen Söhnen unterhalten worden" vorhanden gewesen,woraus zu schliessen, dass er die Vertheilung seiner Güter schon bei Leb-zeiten zur Ausführung gebracht hat.
Hans des Aeltern Schwester, Tochter Luczes VIII. und seine Ge-mahlin Katharina, und des gleichen Namens
Katharinahaben wir oben im Jahre 1416 kennen gelernt, wo sie den von ihremBruder Hans für Heinrich Fricze aus Eisenach ausgestellten Lehn-brief über das Vorwerk und die Mühle zu Schön au neben ihrer Muttermit bezeugt. Später begegnen wir ihr urkundlich nicht wieder.
Aus der neunten Generation des Geschlechts bleibt uns nun nochübrig, dasjenige hier zu erwähnen, was wir über Friedrichs VIII. deslandgräflichen Marschalls und Raths nachgelassenen Sohn und Tochter
28. Georg I. 1425—1430.
urkundlich aufgefunden haben.
Derselbe tritt uns zuerst 1425 am Tage S. Laurentii (10. August)