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IL Buch. Erster Abschnitt.
ix- Ge- 80 scheinen an dem landgräflichen Hoflager, von der zweiten Hälfte des
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14. Jahrhunderts an, immer einzelne Persönlichkeiten besonders sich diesenGeld-Geschäften gewidmet zu haben, als solche treten unter Landgraf Bal-thasar besonders sein Kammermeister und nachheriger Marschall NickelLift, und Reinhard Rost, später auch Ritter Peter Rost, dann auchunter Landgraf Friedrich dem Jüngern, Dietrich von Witzlebenund Friedrich von Hopfgarten, und vor Allen die Gebrüder Vitz-thum hervor. Das noch gegenwärtig im Besitze der Familie Goldackerbefindliche Gut Weberstedt hat, wenn die Erzählung in Jovii Chron.Schwarzbg. p. 481 inßne richtig ist, Dietzmann Goldacker circa umsJahr 1400 von Friedrich Schaff, Voigt zum Scharffenberg, acqui-rirt, die sich davon nennende Familie von Weberstedt war also schondamals nicht mehr im Besitze ihres Stammguts.
Kehren wir nach dieser Abschweifung zu Hans von Wangenheimzurück, welchen wir im Jahre 1434 am Sonntage Petri Kettenfeier (1.August) bei der Gerichtsversammlung auf dem Riethe bei Nägelftedtauch mit gegenwärtig gefunden haben (Reg. 266 der IL Sammlung), sofinden wir ihn im Jahre 1435 noch einmal bemüht, seine Ansprüche ausder Erbschaft seiner Muhme Margaretha, der Hausfrau des seligen Wy-gand von Buchenau zu verfolgen, und hat er diesen Zweck insoweiterreicht, dass Abt Johann von Fulda ihm sub dato Fürsteneck aufSonnabend nach Lucie die Versichrung ertheilte, dass er mit dem An-theile des Schlosses St ein au, welches von dieser seiner Muhme auf ihnvererbfällt war , beliehen werden solle (Reg. 188 der I. Sammlung).
Im folgenden Jahre 1436 sehen wir ihn nun die bedeutende Acquisi-tion des Schlosses Scharffenberg machen, welches der Landgraf schon2Jahre vorher von Eberhard v. d. Tanne erworben und durch Voigte hatteverwalten lassen. Durch die von Prof. Rein im Dresdener Archive aufge-fundene Urkunde de dato Gotha feriu fecunda post Laureniii 1436, wo-nach landgräflicher Seits das Schloss Scharffenberg für 3000 Guldenan Hans von Wangenheim verkauft wurde (Zeitschrift des Vereinsfür thüringsche Geschichte und Alterthumskunde Band VI., p. 292) ge-winnt das von mir bei Herausgabe der ersten Sammlung der Regestenund Urkunden nur theilweise erkannte und dort (Reg. 148, 189 und 190)nach den mir bis dahin bekannt gewordenen Urkunden und Geschichts-Erzählungen zusammengestellte Sachverhältniss eine neue und bestimmteGestalt, und wird durch den geschichtlichen Aufsatz des sei. ProfessorsRein (am angeführten Orte) die Geschichte des Schlosses Scharffen-berg wesentlich vervollständigt.
Zu diesem Verkaufe des Schlosses Scharffenberg von Seiten Land-graf Friedrich des Einfältigen consentirten aber auch dessen Vettern dieHerzöge Friedrich, Sigmund und Wilhelin* ausdrücklich in einer