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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Erster Abschnitt.

ix Ge- ständigkeit neben seinem Yater erlangt gehabt haben muss, auch deutenspätere Nachrichten darauf hin, dass Jacob vielleicht schon damals im Ver-eine mit seinem Vater, als landgräfl. Amtmann das Schloss Hayneck, wel-ches von Landgraf Balthasar zu Ausgang des 14. Jahrh. erbaut war, imBesitz hatte, oder auch dass er Schloss Treffurt als Pfandinhaber be-sass, welches 1413 Sonntags nach Michaelis von denen von Wangen-heim und Herrn Friedrich von Hopfgarten für 360 Mark Silbersund 1075 Rheinische Gulden durch die Gebrüder Heimbrot und Her-mann von Boyneburg genannt Hohnftein und Heinrich Keudelfür den Landgrafen wieder eingelöst wurde (Reg. 215 der IL Sammlung).Jedenfalls war er schon früh ein versuchter Kriegsmann und finden wirihn im Jahre 1411 bereits mit der Ritterwürde bekleidet, wie die Urkun-den vom Sonnabend vor Palmsonntag 1411 (Reg. 187 der IL Sammlung)und vom Palmsonntage (Reg. 150» der I. Sammlung) zeigen. In der Letz-tern erscheint er wiederum mit Friedrich von Hopfgarten zusammen,und beide dieses Mal als Bürgen für die Grafen Heinrich und Günthervon Schwarburg, mit welchem er auch, nach dem Zeugnisse des Jo-vius in dieser Zeit für dieselben Grafen noch weitere Bürgschaften über-nommen hat, wobei er ausdrücklich als zu Treffurt gesessen bezeichnetwird (Reg. 213 der IL Sammlung). Im folgenden Jahre 1414 wird erdagegen als Amtmann der Landgrafen von Thüringen in Eschwegegenannt (Reg. 218 der IL Sammlung) und am Sonntage Palmarum 1415finden wir ihn wieder unter den Räthen Landgraf Friedrich des Jün-gern, als dieser die Gebrüder und Vettern von Stutternheim aufMeeh-terstedt mit Hof und Dorf Schwabhausen, wie Graf Ernst v. Glei-chen es bisher besessen, belehnet (Reg. 209 der IL S). Darauf ist Ja-cob von Wangenheim im Sommer 1415 mit dem eifrig gegen dieKetzer auftretenden Churfürsten Friedrich dem Streitbaren auch nachCostnitz zu dem grossen Concile, traurigen Andenkens, gezogen, woHuss verbrannt und der Samen zu den unseligen Kämpfen gestreutwurde, welche über ein Jahrzehnt hinaus blutige Früchte für Böhmen,Meissen und Thüringen durch die erbitterten Hussiten-Kriege trugen,in welchen er selbst 1426 als Opfer fallen musste. Am Sonntage An-dreae (30. November) 1415 erscheint er, wie früher bereits erwähnt wor-den, wieder unter den Bürgen des Landgrafen (Reg. 224 der IL Samm-lung), und im folgenden Jahre am 7. Septbr. bezeugt er zu Weimar dieStiftung eines Seelgeräths von Seiten des Heinrich Getze und der Bür-gerschaft zu Weil'senfee (Reg. 227 der IL Sammlung), wird am 21.Septbr. desselben Jahrs der Frau Anna von H opphegarten gleichzeitigmit seinem Vater Friedrich zum Vormunde bestellt, als ihr EheherrRitter Friedrich v.Hopphegarten sie mit einem Burglehn zu Thanis-brück und dem Dorfe Blankenburg beleibdingt (Reg. 228 der II